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Wir brauchen ein Bundesgesetz zur Umsetzung des „Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlanes“: http://bundesrahmengesetz.info/

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Wir fordern ein einheitliches Bundesrahmengesetz, das international vergleichbare Qualitätsstandards für alle KindertageseinrichtungenÖsterreich garantiert.

Professionalisierung der MitarbeiterInnen im elementarpädagogischen Bereich

Für ElementarpädagogInnen ist eine Ausbildung auf tertiärer Ebene (Bachelor), für leitende Funktionen auf Master-Niveau vorzusehen. Auf die gemeinsame Basisausbildung aller PädagogInnen bauen Module für die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder auf. Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind PädagogInnen mit zusätzlicher Qualifikation auszubilden.

AssistentInnen im pädagogischen Bereich müssen eine einheitliche, österreichweit gültige und gesetzlich anerkannte Ausbildung für den elementaren Bildungsbereich absolvieren. Diese Ausbildung kann, z.B. an den BAKIP stattfinden. Diese Ausbildung muss auch die Bereiche Inklusion und Diversität einschließen.

Für die derzeitig tätigen MitarbeiterInnen sind zur Überleitung in eine neue Aufgaben- und Qualifikationsstruktur entsprechende Übergangsbestimmungen zu schaffen. Die derzeitige Qualifikation, absolvierte Weiterbildungen und auch die bisherige praktische Tätigkeit sind dabei zu berücksichtigen bzw. anzurechnen.

Innerhalb der neuen Tätigkeits- und Qualifikationsstruktur sind die Bedingungen für den Übergang zwischen den einzelnen Qualifikationsebenen bundeseinheitlich festzulegen.

PädagogInnen-Kind-Schlüssel

Je jünger die Kinder sind, desto geringer sollte die Zahl an Kindern je Pädagogin/Pädagogen sein.

Für unter 3-Jährige wird ein Schlüssel von 1:3 bis 1:3,5 als optimal bewertet.

Für 3- bis unter 6-Jährige erhöht sich dieses Zahlenverhältnis auf 1:8. Zwei „Fachkräfte“ je Gruppe werden als optimal eingestuft.

Raumbedarf

Gruppenraum:

Pro Kind/Person mindestens 3 m2 bespielbare Fläche im Gruppenraum sowie 1m2 zur Differenzierung (dem Gruppenraum zugeordnete Nebenräume, Nischen,.). Pro MitarbeiterIn in der Gruppe müssen zusätzlich 4m2 zur Verfügung stehen. Die Raumgestaltung muss Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder sicherstellen.

Bewegungsraum:

Ein Bewegungsraum gehört zur Mindestausstattung. Dieser muss mindestens 60m2 groß sein. Für Geräte und Materialien muss ein verbundener Nebenraum vorhanden sein.

Außenspielraum:

Jede Einrichtung soll über eine ausreichend große direkt angebundene Außenspielfläche von mindestens 14 m² pro Kind verfügen.

Öffnungszeiten (ganztägig - ganzjährig)

Um einen nachhaltigen Bildungseffekt zu erzielen und dem Auftrag des -Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenplans- zu entsprechen, hat jedes Kind regelmäßig und kontinuierlich die elementare Bildungseinrichtung zu besuchen.

Elementare Bildungseinrichtungen haben Öffnungszeiten zu gewährleisten, die dem Bedarf ganztägig erwerbstätiger Eltern entsprechen. Die maximale tägliche Anwesenheit des Kindes ist nicht automatisch mit der täglichen Öffnungszeit der Institution gleichzusetzen.

Die Jahresöffnungszeit darf Schließtage im Höchstausmaß von 25 Werktagen beinhalten.

Inklusive Pädagogik

Alle Kinder sind entsprechend ihrer individuellen und besonderen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Ihnen stehen Bedingungen zu, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen und fördern. Gerade im elementaren Bildungsbereich ist die gemeinschaftliche Entwicklung des Kindes nur dann möglich, wenn die Bildungsangebote so gestaltet sind, dass sie von Kindern mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen genutzt werden können (Pädagogik der Vielfalt).

Demnach schließt inklusive Bildung auch Kinder ein, die aus unterschiedlichen Gründen beim Zugang zu Bildungsangeboten benachteiligt sind.

Insbesondere die -Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen- verbrieft das Recht auf inklusive Bildung. Zur Erreichung dieses Ziels sind wirksame individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen, selbstverständlich auch angemessene Vorkehrungen vorgesehen.

Bildungspartnerschaft

Eltern / Obsorgeberechtigte haben das Recht und die Pflicht, aktiv für ihr Kind am Bildungsgeschehen der elementaren Bildungseinrichtung im Sinne des pädagogischen Konzeptes teilzuhaben.

Die partnerschaftliche, regelmäßige und transparente Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Obsorgeberechtigten ist ein unverzichtbarer Teil der Bildungsarbeit in elementaren Bildungseinrichtungen.

Mittel dazu sind: 

  • Schwellenfreier Informationszugang für Eltern / Obsorgeberechtigte in schriftlicher und mündlicher Form

  • Entwicklungsberatung und -gespräche llElternabende

  • Transitionsbegleitung (Eingewöhnung, Übergang zur Schule) 
  • Elternbeirat

Übergänge: Gestaltung der Transitionen

Die Eingewöhnungsphase, von der Familie in die erste elementare Bildungseinrichtung, ist für jedes Kind individuell zu gestalten und jeder Träger hat ein Eingewöhnungskonzept zu erarbeiten.

Der Übergang zwischen den verschiedenen elementaren Bildungseinrichtungen und zur Grundschule ist so zu gestalten, dass das Kindeswohl im Vordergrund steht und die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder Berücksichtigung finden.

Grundsätzlich ist bei den Übergängen das gesamte System (Kind und Familie) zu unterstützen und zu beraten, da alle Beteiligten in dieser Phase herausgefordert sind.

Bedingungen für die Vergabe öffentlicher Mittel an Träger von elementaren Bildungseinrichtungen

Bund, Länder und Gemeinden tragen die gemeinsame Verantwortung für die Errichtung, Erhaltung und den laufenden Betrieb elementarer und außerschulischer Bildungseinrichtungen. Sie haben geeignete Vereinbarungen zu treffen, um ein flächendeckendes und beitragsfreies Angebot österreichweit zu gewährleisten. Die Vergabe von öffentlichen Mitteln ist durch Leistungsverträge zu regeln.

Um die Vielfalt des Angebotes an elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen und die Wahlfreiheit entsprechend den Bedürfnissen des Kindes und der Eltern gewährleisten zu können, ist die Gleichbehandlung von, privaten gemeinnützigen und öffentlichen Trägerorganisationen, die elementare Bildungseinrichtungen anbieten, sofern sie diesem Rahmengesetz entsprechen, zu wahren.

Hier der gesamte Gesetzesvorschlag -> http://bundesrahmengesetz.info/Bundesrahmengesetzvorschlag2013.pdf

 



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