Humanitäre Krise in Griechenland: Österreich & Europa müssen Flüchtlingen Schutz bieten

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 500.


An der türkisch-griechischen Grenze trägt sich eine humanitäre Katastrophe zu: Nachdem der türkische Präsident Erdoğan die Grenze zu Griechenland geöffnet hat, haben sich tausende Flüchtlinge auf den Weg gemacht, um in der EU einen Antrag auf Asyl zu stellen. In Griechenland wendet die Polizei Gewalt an, damit die Menschen nicht ins Land kommen. 


Griechenland hat angekündigt, das Asylrecht auszusetzen. Seit Monaten harren mehr als 40.000 Menschen in völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln aus. Diese Situation auf den Inseln ist nicht länger tragbar.


Das ist eine europäische Notlage, keine griechische. Wenn wir Griechenland jetzt alleine lassen, tragen wir zu weiterem Leid, Unsicherheit und Instabilität bei. 


Wir fordern daher drei Sofortmaßnahmen:
1.Die Bundesregierung soll ein Kontingent von Geflüchteten aus Griechenland und den ägäischen Inseln aufnehmen. Wenn Österreich in Europa vorangeht, werden andere EU-Länder leichter folgen. Ziel muss weiterhin eine faire und schnelle Umverteilung von Geflüchteten innerhalb der EU sein. 


2.Das Asylrecht ist ein Menschenrecht. Menschen, die Schutz innerhalb der EU suchen, dürfen nicht ohne eine individuelle Prüfung ihres Asylgesuchs abgeschoben werden. Die Bundesregierung und die anderen EU-Länder müssen Griechenland so unterstützen, damit an der EU-Außengrenze Flüchtlinge registriert werden und sie dann Zugang zu einem fairen Asylverfahren erhalten. Nur in fairen Asylverfahren kann geprüft werden, wer schutzbedürftig ist und wer nicht. 


3.Die Polizeigewalt gegen Flüchtlinge muss aufhören. Tränengas und Wasserwerfer verschlimmern nur die Not und lösen nichts. So darf Europa nicht mit Schutzsuchenden umgehen.
Die Bundesregierung muss zusammen mit der EU darauf hinwirken, dass Grundrechte auf allen Ebenen gewahrt bleiben.


Auf den türkischen Druck und die unhaltbare Lage in Griechenland braucht es eine gemeinsame europäische Antwort. Lasst uns dazu diese Eil-Petition mit so vielen Unterschriften wie möglich an die Bundesregierung und den Europäischen Rat adressieren:

  • Wir dürfen Griechenland nicht alleine lassen.
  • Ein NEIN zur Aufnahme weiterer Fluchtsuchender kann nicht hingenommen werden.
  • Auch Österreich muss in solidarischer Weise einen adäquaten Teil dieser Flüchtlinge aufnehmen und deren Asylgrund prüfen!


Mit europäischen Grüßen

 

Fotocredit: Migranten am türkisch-griechischen Grenzübergang
© picture alliance/dpa / Ahmed Deeb