Genauere Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

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Letztes Jahr kam unsere zauberhafte Tochter ohne linke Hand und Unterarm zur Welt, auch Dysmelie genannt. Im ersten Moment und gerade nach der Geburt, war das für uns ein riesen Schock. Durch die ständigen und engmaschigen Ultraschalluntersuchungen (alle 2 Wochen) hätte ich mir nie vorstellen können, dass bei meinem Baby etwas so elementares wie eine Hand fehlen könnte. Der Frauenarzt hatte dies in der gesamten Schwangerschaft nicht gesehen. Umso mehr brach nach der Geburt eine Welt für mich zusammen. Ich hatte zuvor nie ein Kind mit Fehlbildungen gesehen und wusste im ersten Moment nicht wie ich damit umgehen sollte. Mittlerweile muss ich sagen, habe ich mir in diesem Moment viel zu viele Gedanken gemacht. Unsere Tochter, jetzt schon 1 Jahr alt, zeigt uns jeden Tag aufs Neue, wie sie ihren Alltag ohne Probleme meistert und steht den anderen Kindern in Nichts nach.

Aber egal wie, ich persönlich wäre sehr froh gewesen, bereits in der Schwangerschaft von dieser Fehlbildung durch den Frauenarzt zu erfahren. Mir wurde das wunderschöne Erlebnis, das eine Geburt sein sollte, leider genommen.

Es gibt sicher viele Ärzte die sehr genaue Ultraschalluntersuchungen machen und auch gerade die Extremitäten genau anschauen und sogar zählen. Aber leider ist dies nicht der Standard bei einem Screening. Genau das, möchte ich mit dieser Petition erreichen!

Wir haben uns im Nachhinein die Ultraschallbilder, mit dem Wissen der Fehlbildung angesehen und tatsächlich bereits als "Laie" in der 12 sowie der 17 Schwangerschaftswoche gesehen, dass die Hand sowie ein Teil des Unterarms unserer Tochter nicht angelegt war.

Die Gutachterkommission der Landesärztekammer geht sogar so weit, zusätzlich bezahlte Ultraschalluntersuchungen beim Frauenarzt als „Babyfernsehen“ zu betiteln, der Arzt ist laut ihnen nur als Fotograf tätig. Ich finde diese Aussage unfassbar – er ist als Fotograf tätig und darf somit Fehlbildungen übersehen? Leider ist das nicht Alles. Die Landesärztekammer schreibt, dass der Arzt die Fehlbildung zwar unbestritten hätte erkennen können, aber dem Arzt ist kein Vorwurf zu machen, da die geforderten Screening-Untersuchungen vollständig ausgeführt wurden. Dass bedeutet, selbst wenn ein Arzt eine Fehlbildung feststellt, muss er es nicht sagen, da dies nicht gefordert wird?

Ich bin dafür, dass bei den Ultraschalluntersuchungen nicht nur die wichtigen Organe, sondern auch die Gliedmaßen kontrolliert werden. Denn wie wir gerade in den Medien sehen, kommt es ständig zu Fehlbildung der Hände oder Füße.

Diese Petition soll absolut nicht dazu dienen, um eventuell bei einer Erkennung von Fehlbildungen, eine Abtreibung vornehmen zu können. Sie soll Eltern die Möglichkeit bieten, sich darauf vorzubereiten und vorab informieren zu können. Ich wäre froh gewesen, diese Möglichkeit gehabt zu haben.