Wildtierschutz Deutschland e.V.

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Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die kein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein bundesweit für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

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Petitioning Für Jagdgesetze zuständige Ministerien, Landwirtschaftsausschüsse Bund und Länder, Weitere Politiker

Füchse - Vögel - Haustiere: Keine Jagd ohne vernünftigen Grund!

Ob Füchse, Vögel oder Haustiere: Für die meisten Tierarten gibt es nicht einmal einen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes, diese im Rahmen der Jagd zu töten. Ohne vernünftigen Grund ist die Jagd auf die meisten Tierarten nach unserer Auffassung und der von großen und kleinen Tierschutzorganisationen tierschutzwidrig. Der Gesetzgeber ist gefordert, nach dem „wie“ des Tötens (§ 4 Tierschutzgesetz) auch zu regeln, „ob“ eine Tierart überhaupt im Rahmen der Jagd getötet werden darf und wann somit ein vernünftiger Grund vorliegt. Nachfolgend erläutern wir kurz, warum das Töten von Haustieren und die Fuchsjagd abgeschafft werden sollten. Mehr erfahrt ihr auf www.stopkilling.info. Fuchsjagd abschaffen: Füchse werden in den meisten Bundesländern ohne reguläre Schonzeit bejagt, obwohl wir aus vielen jagdfreien Regionen und aus wissenschaftlichen Studien wissen, dass die Zahl der Füchse auch ohne Jagd nicht ausufert. Jäger töten sie während der Paarungszeit, während der Tragzeit, während der Aufzucht der Jungtiere, während der Wanderschaft auf der Suche nach einem Revier. Sie werden mit Fallen gejagt und mit Hunden aus ihrem Bau gebissen, dem vermeintlich sicheren Rückzugsort für die Geburt der Welpen. Man hält die höchst sozialen Tiere in kargen Zwingern gefangen, um Bauhunde an ihnen auszubilden. Sie sind Opfer von Treibjagden und im Rahmen von Fuchswochen wird ihnen revierübergreifend nachgestellt. Jedes Jahr sterben weit über 400.000 Rotfüchse in Deutschland durch die Jagd – fünf Millionen in den letzten elf Jahren! ​Füchse sind weder als Lebensmittel verwertbar, noch findet das Fell der schönen Tiere Absatz. Etwa 97 von 100 getöteten Füchsen werden in Büsche geworfen oder bestenfalls verbuddelt. Das ist weder ethisch zu verantworten, noch ist das ein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Mehr dazu inklusive ausführlicher rechtlicher Stellungnahme auf www.stopkilling.info +++ Haustierabschuss abschaffen: Vorbemerkung (25.05.2021): Wir sind uns dessen bewusst, dass Katzen lokal ein Problem für Singvögel oder Reptilien sein können. Das ist allerdings ein Thema des Naturschutzes und nicht des Jagdschutzes, um den es in dieser Petition geht. Der Jagdschutzbeauftragte darf nach den Gesetzen i.d.R. ausschließlich dann eine Katze töten, wenn diese jagdbares Wild wildert. Erinnern Sie sich an Brandenburg 2020? Ein Jäger brüstete sich in den sozialen Medien damit, „28 Katzen in den Katzenhimmel umgesiedelt“, das heißt abgeschossen zu haben. Anfang dieses Jahres ließ sich eine Jägerin aus Augsburg dabei filmen, wie sie eine in einer Falle gefangene Hauskatze stümperhaft mit drei Schüssen tötete. Wir gehen davon aus, dass in Deutschland jedes Jahr über 100.000 Katzen (Korrektur 25.5.2021) und mehrere Hundert Hunde im Rahmen des Jagdschutzes getötet werden. Die Tötung eines Hundes oder einer Katze stellt den größtmöglichen Eingriff für das betroffene Tier und seinen Besitzer dar. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn noch nicht einmal nachgewiesen werden muss, ob das betroffene Haustier überhaupt eine nennenswerte Bedrohung für das Wild (bei diesem Begriff handelt es sich ausschließlich um jagdbare Arten wie Feldhasen oder Rebhühner) darstellt. Für eine aktuelle gesetzliche Vermutung, dass Hund oder Katze ab einer Entfernung von z.B. 300 m zum nächsten Wohngebäude wildern, fehlt es an jeglichem belastbaren Nachweis. Und selbst wenn sich im Einzelfall eine entsprechende Gefahr dann doch einmal ergeben sollte, würde dies kein derart pauschales Eingreifen durch Jagdausübungsberechtige rechtfertigen, mit dem in Kauf genommen wird, dass unzählige Haustiere grundlos getötet werden. Gerade auch für Hunde stehen mit einem etwaigen Leinenzwang oder aber einer Maulkorbpflicht in aller Regel mildere Mittel zur Verfügung. Erschwerend kommt bei der Tötung von Haustieren auch immer noch der schwerwiegende Eingriff in die Rechte des Eigentümers des jeweiligen Tieres hinzu sowie die seelischen Belastungen, denen er durch die Tötung seines Tieres ausgesetzt wird. Gemäß den Ausführungen einer rechtlichen Stellungnahme der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) sind die aktuell bestehenden landesgesetzlichen Regelungen zur Tötung von Hunden und Katzen zum überwiegenden Teil unangemessen und damit auch unverhältnismäßig. Eine unverhältnismäßige Regelung kann aber gerade auch keinen vernünftigen Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellen. Mehr dazu inklusive ausführlicher rechtlicher Stellungnahme auf www.stopkilling.info +++ Das ist unsere Forderung: Liste der jagdbaren Tierarten reduzieren - keine Jagd ohne vernünftigen Grund Es ist höchste Zeit, dass nachdem vor bald 20 Jahren der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz formuliert wurde, auch im Bereich der Jagd entsprechend gehandelt wird. Bund und Länder sind gefordert, auch in ihren politischen Programmen den Tierschutz entsprechend zu würdigen: Der vernünftige Grund als Voraussetzung für das Töten von Tieren ist als Ausprägung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes und des Güterabwägungsprinzips im Bundesjagdgesetz zwingend aufzunehmen. Die Liste der über 100 jagdbaren Tierarten muss nach den Kriterien des Tierschutzrechtes überprüft – und entsprechend deutlich gekürzt werden. Grundsätzlich sollten tierquälerische Jagdmethoden wie zum Beispiel die Baujagd oder die Fallenjagd verboten werden. Das Töten von Haustieren im Rahmen des Jagdschutzes ist völlig unangemessen und nicht verhältnismäßig. Diese Befugnis sollte den Jagdschutzberechtigten entzogen werden. +++ Lovis Kauertz | Vorsitzender | Wildtierschutz Deutschland e.V. | www.wildtierschutz-deutschland.de

Wildtierschutz Deutschland e.V.
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Petitioning Jörg Vogelsänger (SPD) Umweltminister Brandenburg

Keine Bogenjagd gegen Wildschweine in Brandenburg

Gemäß § 19 Bundesjagdgesetz ist es verboten, Tiere mit Pfeil und Bogen zu jagen. Aus gutem Grund: es ist nicht nachgewiesen, dass der abgeschossene Pfeil das Tier sofort tötet. Die Jagdmethode gilt deshalb dem Gesetz nach als nicht „weidgerecht“ – wir nennen das tierquälerisch. Das SPD-geführte Umweltministerium will dennoch Anfang Juni Ausnahmegenehmigungen für die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine in zwei Gemeinden in Brandenburg erlassen. Entsprechende Forderungen kamen wohl zunächst von der SPD Stahnsdorf, die mit unqualifizierten Aussagen zitiert wird wie: „…nehmen Sie es mal mit der Weidgerechtigkeit nicht so genau“, oder „… bei der Schwarzwildbekämpfung ist jedes Mittel Recht“. Neben dem Aspekt der Tierquälerei wird die zusätzliche Jagdmethode mittelfristig aber auch nicht die gewünschte Entlastung hinsichtlich der Zahl der Wildschweine bringen: In Brandenburg wurden im vergangenen Jagdjahr fast 90.000 Schwarzkittel getötet, mehr als je zuvor. Die wenigen Tiere, die zusätzlich innerhalb der Ortschaften verbotswidrig, aber mit Ausnahmegenehmigung getötet werden, bringen insgesamt keine Entlastung. Neue Tiere werden nachrücken. Wie die letzten 40 Jahre mit kontinuierlich steigenden Zahlen getöteter Wildschweine zeigen, ist die Jagd insgesamt keine Lösung für die Reduzierung der Wildschweinbestände. Im Umland von Barcelona hat man deshalb erfolgreich zu einer anderen Methode gegriffen: mit dem Einsatz von Empfängnisverhütungsmitteln für Wildschweine konnte die Zahl der Neugeburten signifikant reduziert werden. Das könnte zumindest für Problembereiche wie rund um Stahnsdorf ein ethisch vertretbarer Lösungsansatz sein. Unsere Forderung: Wildschweine sind keine Versuchskaninchen für potenziell tierquälerische Jagdmethoden wie die Bogenjagd. Stellen Sie Ihren "wissenschaftlich begleiteten" Versuch ein und konzentrieren Sie sich auf die Ursachen des Problems (Maisanbau, Fütterung innerhalb der Ortschaften u.a.) und auf ethisch und nach dem Tierschutzgesetz vertretbare Maßnahmen. Selbst in Großstädten wie in Berlin ist ein Miteinander mit den Wildtieren möglich. Information des Umweltministeriums BB Stellungnahme Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutz Stahnsdorfer SPD erhebt schwere Vorwürfe Empfängnisverhütung in Katalonien Informationen zur Wildschweinjagd

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