ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung

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    Petitioning Berliner Hochschulen

    „(Berufs-)Erfahrung von Wissenschaftler*innen anerkennen!“

    Die Humboldt-Universität zu Berlin und die Freie Universität Berlin machen’s vor: sogenannte förderliche Zeiten von uns Wissenschaftler*innen werden dort bei der Ermittlung der Erfahrungsstufen berücksichtigt – das bedeutet in vielen Fällen direkt und langfristig mehr Gehalt! Als förderliche Zeiten werden die Abschnitte im Arbeitsleben bezeichnet, in denen wir Wissenschaftler*innen wichtige Qualifikationen und Erfahrungen sammeln. Unsere Berufsbiografien als Wissenschaftler*innen sind gekennzeichnet von verschiedenen Ausbildungs- und Qualifikationsphasen sowie befristeten Arbeitsverhältnissen. So erkennen Humboldt-Universität und Freie Universität bei der Einstellung (und damit der Festsetzung der Erfahrungsstufe) verbindlich an: Zeiten der Wahrnehmung von Promotions-, Habilitations- und Forschungsstipendien, wenn sie der persönlichen wissenschaft-lichen Qualifikation oder Bearbeitung eines Forschungsthemas dienten. Zeiten als Gastwissenschaftler*in/Gastdozent*in Referendariatszeiten (Vorbereitungsdienst im Schuldienst, Bibliotheksdienst) Zeiten als Lehrkraft für besondere Aufgaben. So funktionieren Wertschätzung, Anerkennung und Verbindlichkeit! Warum nicht auch an der Technischen Universität und den anderen Berliner Hochschulen? In den aktuellen Tarifgesprächen wird eine verbindlichen Regelung mit unserer Gewerkschaft ver.di verweigert. Ob Berufserfahrungen von Wissenschaftler*innen an den Berliner Hochschulen gleichermaßen anerkannt werden oder nicht, sollte keine „Zufallsentscheidung“ sein. Wir stehen auf gute und faire Bedingungen für alle, nicht auf Konkurrenz und gegenseitige Abwerbung! Wir halten mit Engagement und Innovationen die Hochschulen und Organisationen mit am Laufen. Wer unsere Berufserfahrungen nutzt, soll sie auch anerkennen müssen und entsprechend bezahlen! Deswegen unterschreibt diese Petition, um Druck hinter die Forderung einer flächendeckenden verbindlichen Anerkennung von förderlichen Zeiten von uns Wissenschaftler*innen zu kommen! HintergrundDie förderlichen Zeiten sind verbindlich geregelt über Gemeinsame Erklärungen zu einem Änderungstarifvertrag der Tarifvertragsparteien (Gewerkschaften und Hoch-schulen). Die Freie Universität und die Humboldt-Universität haben diese verbindlich bereits vor Jahren geregelt. An den anderen Berliner Hochschulen - Technische Universität Berlin, Alice Salomon Hochschule, Beuth Hochschule für Technik, Hochschule für Musik „Hans Eisler“, Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Kunsthochschule (Weißensee) und Universität der Künste - möchte die Arbeitgeberseite nun nur einen Ermessens- und Entscheidungsspielraum für jede Hochschule regeln. Das heißt, sie entscheiden einseitig ob sie förderliche Zeiten anerkennen oder nicht. Unsere Gewerkschaft ver.di möchte verbindliche Regelungen, das wird aber von den betroffenen Hochschulen in den Verhandlungen abgelehnt. Finanzielle AuswirkungenDie Anerkennung unserer Berufserfahrungen wirkt sich erheblich auf die tarifliche Bezahlung aus. Denn die Ermittlung der Erfahrungsstufe hat (neben der Feststellung der Entgeltgruppe) erheblichen Einfluss auf die Höhe des monatlichen Einkommens. Ein Blick die Vergütungstabelle des TV-L - hier die Erfahrungsstufen in der Entgeltgruppe 13 - macht es deutlich:Stufe 1:  4.002,26 €    Stufe 2:  4.329,43 €  Stufe 3:  4.560,37 €   Stufe 4:  5.009,04 €  Stufe 5:  5.629,26 €  Stufe 6:  5.798,14 € Ziel der PetitionUnser Ziel ist es, über „Gemeinsame Hinweise“ der Tarifvertragsparteien für die genannten acht Hochschulen zu einer verbindlichen Anerkennung von förderlichen Zeiten von uns Wissenschaftler*innen zu kommen. Dazu gibt es jetzt die Chance, denn aktuell befinden sich unsere Gewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg und die GEW Berlin mit dem Kommunalen Arbeit-geberverband Berlin anlässlich von Verbesserungen des Tarifvertrages für die[acht] Berliner Hochschulen auch zu der Thematik in Tarifgesprächen. Mit Euren Unterschriften unterstützt ihr die Position der Gewerkschaft ver.di Berlin-Brandenburg, die bereits mit der HU Berlin und FU Berlin bestehenden Regelungen zur verbindlichen Anerkennung förderlicher Zeiten von Wissenschaftler*innen auch für die Technische Universität Berlin, Alice Salomon Hochschule, Beuth Hochschule für Technik, Hochschule für Musik „Hans Eisler“, Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Kunsthochschule (Weißensee) und Universität der Künste zu vereinbaren und anzuwenden.

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