Christa Kaes & Mietergemeinschaft Hansa-Ufer 5

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Wir setzen uns ein für die alten Menschen, die im ehemaligen bezirkseigenen Seniorenwohnhaus am Hansa-Ufer 5 in Moabit leben. Das Haus wurde vor einigen Jahren ohne eine Schutzklausel für die RentnerInnen an das schwedische Immobilienunternehmen AKELIUS GmbH verkauft. Der neue Besitzer plant nun Bau- und Modernisierungsmaßnahmen und will danach die Miete um mehr als 60% erhöhen. 750,- bis 880,- Euro für eine 42 qm-Wohnung (!) liegen weit über dem, was wir als RentnerInnen zahlen können. Zudem sollen die Möglichkeiten für das soziale Leben im Haus stark eingeschränkt werden. Die sind aber für uns - ca. 30 SeniorInnen im Alter zwischen 75 und 97 Jahren- von großer Wichtigkeit. In unserem Haus sind alte Menschen nicht einsam oder isoliert. Wir fordern die Politiker und die AKELIUS GmbH auf, sicherzustellen, dass die SeniorInnen im ehemaligen Altenwohnhaus Hansa-Ufer 5 ihre Wohnungen und ihre sozialen Kontakte behalten können!!

Started 2 petitions

Petitioning Michael Müller, Mario Czaja, Andreas Geisel (Senator für Stadtentwicklung)

Unterstützen Sie die SeniorInnen aus dem ehemals kommunalen Seniorenwohnhaus am Hansa-Ufer 5, damit sie dort wirklich wie versprochen "in Ruhe alt werden können".

Den Liedtext zum Flash-Mob finden Sie bei YouTubeSehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister MÜLLER, Sehr geehrter Herr Senator GEISEL,Sehr geehrter Herr Senator CZAJA,Sehr geehrte Mitglieder des Berliner Parlaments,wir SeniorInnen vom Hansa-Ufer 5 wenden uns an Sie, weil wir die Unterstützung der Politik benötigen! Darum richten wir unsere Petition an Sie!Von 1975 bis 2007 war unser Haus am Hansa-Ufer 5 ein Seniorenwohnhaus. Schutz im Alter und nicht dem Wohnungsmarkt preisgegeben sein - das war der Grund für uns, hier einzuziehen. „Hier können Sie in Ruhe alt werden!" lautete das Versprechen des Bezirksamtes.Dieses Versprechen wurde 2007 gebrochen: als einziger Berliner Bezirk hat Mitte alle kommunalen Seniorenwohnhäuser der Region Moabit / Tiergarten an private Inverstoren verkauft. Alleine durch den Verkauf des Hauses am Hansa-Ufer 5 wurden 66 Seniorenwohnungen in Moabit aufgegeben - ohne Schutzklauseln für uns Alte. Der jetzige Eigentümer des Hauses, das Immobilienunternehmen Akelius, hat 2014 umfangreiche Bauarbeiten angekündigt: Aufstockungen, Dämmung, Schließung unserer geliebten Laubengänge und Penthäuser auf dem bestehenden Gebäude. Das bedeutet für uns: Zwei Jahre Baulärm, Dreck und ein Baugerüst mit Plane vor unseren Fenstern. Uns bleibt die Wahl, ins Altenheim zu flüchten oder die Belastungen zu ertragen. Beides ist in unserem Alter unzumutbar! Bisher konnten wir uns gegenseitig unterstützen. Wir haben eine funktionierende Gemeinschaft: keiner von uns ist alleine oder isoliert, wir achten aufeinander und verbringen viel Zeit miteinander: Wir singen gemeinsam im Chor  und sind sogar schon aufgetreten, wir feiern unsere Geburtstage und treffen uns für Gesellschaftsspiele – wir pflegen unser soziales Miteinander. Das steht durch diese Baupläne auf dem Spiel!  Die Bauankündigung von Akelius hat uns zutiefst schockiert und verunsichert. Nach unserer Gegenwehr und der großen öffentlichen Unterstützung bei zwei online-Petitionen hat der Investor die geplanten Bauarbeiten auf 2017 verschoben - aber was ist dann?  Nachdem wir so lange und so intensiv für unser soziales Miteinander gekämpft haben, werden wir uns in zwei Jahren wieder vor der gleichen Situation befinden: doch ins Altenheim gehen - auch wenn wir das nicht wollen oder müssen? Das Auseinanderbrechen unserer Gemeinschaft erleben? Zwei Jahre Baustelle ertragen mit Dreck, Lärm und wochenlang ohne Strom oder Wasser? Wir möchten, dass endlich eine Lösung gefunden wird, die uns das erlaubt, was uns beim Einzug vom Bezirk versprochen wurde: hier in Ruhe alt werden können, ohne Angst, in den letzten Jahren noch aus der Wohnung vertrieben zu werden! Vieles ist möglich: Rückkauf des Hauses, Wiedereinsetzung als Seniorenwohnhaus, Nutzung des Erdgeschosses  als Treffpunkt für RentnerInnen in der Umgebung, usw.  Immerhin wohnen nirgends soviele SeniorInnen im Bezirk Mitte wie in dieser Ecke von Moabit - ohne dass es in der Umgebung ein einziges Angebot für diese wachsende Bevölkerungsgruppe gibt!  Nun sind die Berliner Politiker gefordert, denn wir Alten sind JETZT in dieser Situation, weil die Politik 2007 Fehler gemacht hat. Es kann nicht sein, dass wir für diese Fehler bezahlen müssen! Deshalb appellieren wir an Sie als Politiker, die das Leben in unserer Stadt entscheidend mitprägen: Setzen Sie sich dafür ein, dass es eine Lösung für unser Haus gibt, die es uns ermöglicht, hier wirklich in Ruhe und ohne Angst alt werden zu können! 

Christa Kaes & Mietergemeinschaft Hansa-Ufer 5
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Petitioning Abgeordnetenhaus Berlin

AKELIUS GmbH: Vertreiben Sie uns SeniorInnen nicht aus unserem Zuhause im Hansa-Ufer 5

Unser Haus wurde in den siebziger Jahren speziell als Wohnhaus für SeniorInnen gebaut: kleine 1- Zimmer-Küche-Bad-Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum für Zusammenkünfte der BewohnerInnen des Hauses. In den Mietverträgen, die bis Ende 2007 noch mit dem Bezirksamt Berlin geschlossen wurden, wurde uns ausdrücklich zugesichert, in einem sozial geförderten Seniorenhaus zu wohnen, dessen Miete ihren Möglichkeiten als RentnerInnen angepasst ist. 2008 wurde das Haus an das schwedischstämmige Immobilienunternehmen AKELIUS GmbH verkauft. Im Vertrag wurden keine Schutzklauseln für die SeniorInnen aufgenommen, obwohl genau dies den MieterInnen in einem Schreiben vom Sozialamt ausdrücklich zugesichert worden war. Die AKELIUS GmbH hat die Wohnungen seither überwiegend an jüngere Menschen vermietet. Dennoch besteht die Mieterschaft der 62 Wohneinheiten noch immer fast zur Hälfte aus SeniorInnen: knapp 30 der MieterInnen sind im Alter zwischen 75 und 97, die z.T. seit mehr als 20 Jahren im Haus wohnen. Mein Name ist Christa Kaes. Nach dem Tod meines Mannes bin ich vor einem Jahr nach Berlin gekommen, weil meine einzigen verbliebenen Angehörigen, meine Tochter und ihre Familie, hier leben. Vor dem Umzug hatte ich dennoch Angst, denn ich habe ja meine alten Verbindungen und langjährigen Freundschaften zurückgelassen. Ich wusste nicht, ob ich in Berlin auch wieder Anschluss finden würde - mit fast 83 geht das nicht mehr ganz so leicht ... Doch am Hansa-Ufer 5 leben viele SeniorInnen und auch jüngere Menschen – es war ganz einfach, dort Kontakt zu bekommen. Obwohl ich ganz neu hierher gezogen bin, fühle ich mich gut integriert und aufgehoben – darüber bin ich sehr froh und erleichtert! Hier gibt es eine gut funktionierende soziale Gemeinschaft; es finden z.B. regelmäßig Treffen, Spiele-Nachmittage, der Singkreis der  ́Herbstlaub-Singer ́ u.a. Veranstaltungen im behindertengerechten Gemeinschaftsraum statt. Nicht nur die SeniorInnen, sondern viele der MieterInnen haben rege Kontakte untereinander; in unserem Haus sind wir alten Menschen nicht alleine oder isoliert. Doch all meine Träume vom gemeinsamen Älterwerden in Würde stehen nun vor dem Aus. Durch die "energetische Modernisierung", die AKELIUS jetzt plant, ist das alles wieder in Gefahr. Laut einem Schreiben sollen die Mieten danach um bis zu 60% erhöht werden! Meine 42 qm-Wohnungen soll dann zwischen 750, - und 880,- Euro kosten! Das hieße für die meisten von uns, dass unsere Rente nur noch ausreicht, um die Miete zu zahlen. Zum Leben bleiben dann nur noch wenige Euro oder gar kein Geld mehr! Der Gesetzgeber regelt den wirtschaftlichen Härtefall - eigentlich. Doch in der Vergangenheit haben in vergleichbaren Fällen immer mehr Immobilienunternehmen rigoros Klage erhoben gegen MieterInnen, die die geforderte höhere Miete nicht zahlen konnten – und konnten sich trotz der gesetzlichen Reglung vor Gericht mit ihren Forderungen durchsetzen! Für die Betroffenen bedeutete das, dass sie ausziehen mussten. Das macht mir - und immer mehr Menschen in diesem Land, alt wie jung - große Angst. Zusammen mit meiner Tochter und einer politischen Vertrauten haben wir als Vetreterinnen  der Mietergemeinschaft ein Gespräch mit AKELIUS geführt, bei dem die Verantwortlichen mündlich zusagten, sowohl Härtefälle zu berücksichtigen als auch den Gemeinschaftsraum für alle erreichbar zu erhalten. Doch eine schriftliche Bestätigung dieses Gesprächs gibt es bisher nicht. Wir befürchten, dass AKELIUS von der Möglichkeit Gebrauch macht, die MieterInnen rauszuklagen, wenn sie die erhöhte Miete nicht zahlen können. Wir haben uns auch schon an die Politik gewendet. In der Bezirksverordnetenversammlung am 22. Mai haben wir eine Bürgeranfrage gestellt. In seiner Antwort darauf bezeichnete Sozialstadtrat Herr von Dassel es ausdrücklich als  ́Fehler ́, dass das Seniorenwohnhaus ohne Schutzklauseln für die MieterInnen an AKELIUS verkauft wurde. Zugleich wurde uns aber auch gesagt, dass der Bezirk wenig Möglichkeiten sehe, hier einzugreifen. Wir SeniorInnen wollen das nicht hinnehmen - wir werden kämpfen! Wir wollen nicht unsere soziale Gemeinschaft verlieren! Wir wollen nicht im Alter von 80, 85, 90 oder 95 Jahren eine neue Wohnung suchen müssen und unsere Freundschaften und sozialen Kontakte untereinander verlieren! Deshalb bitte ich Sie inständig: Bitte unterstützen Sie uns und unterschreiben Sie unsere Petition. Jetzt zählt jede Stimme - sobald Sie unterschrieben haben, leiten Sie den Link zur Petition www.change.org/hansa-ufer-5 an Freunde und Bekannte weiter. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, wie wir SeniorInnen uns weiter wehren, sowohl auf unserer Webseite www.hansa-ufer-5.de oder hier hier auf change.org. Wir haben auch einen Facebook-Seite: https://www.facebook.com/HansaUfer5.de Vielen Dank! Ihre Christa Kaes & die gesamte Mietergemeinschaft

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