Luisa Kiechle und Michelle Maresch

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    Petitioning MdL Theresia Bauer, Hochschulrektorenkonferenz

    Lehre statt Leere - Hochschulen jetzt öffnen!

    Wie der Großteil der Bevölkerung sind auch die Studierenden sehr von der Corona-Krise betroffen. Wir sind zwei Architekturstudentinnen im 3. Mastersemester und befinden uns seit Ende März im Onlinestudium. Ein Studium lebt von Kommunikation, von Wissensaustausch, von persönlichem Kontakt. Da alle Studierenden, egal welches Studium und egal welche Universität oder Hochschule, momentan Zuhause bleiben müssen, geht einiges verloren. Die Qualität der Lehre leidet enorm, da der Austausch ein ganz anderer ist - nicht nur zwischen Studierendem und ProfessorIn oder DozentIn, sondern auch zwischen den Studierenden, die sich gegenseitig voran bringen sollten. Die Situation ist vor allem für die Erstsemester und alle die bisher wenig Anschluss gefunden haben besonders dramatisch. Durch ein Studium hat man die Möglichkeit den höchsten Ausbildungsgrad in unserem Land zu erlangen und man steht somit auch für die Zukunft des Landes. Heutige Studierende sollen später führende Positionen übernehmen und Unternehmen leiten. Dennoch tauchen Studierende in keiner Debatte auf. Es wird über Kinder in Kitas und Schulen diskutiert, die alle stufenweise wieder in ihren Kita- beziehungsweise Schulalltag zurückfinden. Wir Studierenden werden dabei völlig außen vor gelassen. Wobei man davon ausgehen kann, dass die nötigen Maßnahmen im Hochschulalltag mindestens genauso gewissenhaft umgesetzt werden könnten. Nach und nach werden Restaurants, Kneipen, Kirchen, Freizeitparks und vieles mehr wieder geöffnet - ab dem 01.06.2020 soll es sogar wieder erlaubt sein, private Geburtstagsfeiern oder ähnliche Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen abzuhalten. Wir studieren an der Hochschule für Technik in Stuttgart - eine Hochschule, deren Semestergrößen bei maximal ca. 90 Studierenden liegt, tendenziell eher kleiner. Unser Semester besteht aus 20 Personen. Wie kann es sein, dass man einen Geburtstag mit 100 Personen feiern, aber nicht zum Studieren in die Hochschule kann? In unserem Fall haben nicht einmal Bibliotheken, Werkstätten oder PC-Pools geöffnet. Wie soll hier gestattet werden, dass alle Studierenden die gleichen Möglichkeiten haben? - Stichwort Chancengleichheit. Mittlerweile kommen außerdem immer mehr Gerüchte auf, dass auch noch das nächste Semester - Wintersemester 2020/21 - via Onlinevorlesungen und -seminaren abgehalten werden soll. Es kann nicht sein, dass über die Zukunft dieses Landes so wenig gesprochen wird - unsere Politiker, insbesondere die zuständige Ministerin Theresia Bauer, scheinen hier ihre Pflicht zu vernachlässigen. Mit dieser Petition rufen wir dazu auf, dass wir Studierenden mehr in den Fokus der Öffentlichkeit kommen, dass uns nicht die Möglichkeit zu lernen genommen wird und dass Lösungen gefunden werden, damit wir schnellstmöglich wieder in unseren normalen Studienalltag zurückfinden können!

    Luisa Kiechle und Michelle Maresch
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