Hanna Weig, Julia Steigerwald & Kerstin Bonni

24,705 supporters

Wir sind Hanna, Julia und Kerstin und wir setzen uns dafür ein, dass Hersteller von Menstruationsartikeln die Inhaltsstoffe auf der Verpackung angeben müssen. Alles fing mit einer einfachen Frage an: Woraus besteht eigentlich ein Tampon? Ehrlich gesagt, hatten wir keine Ahnung. Obwohl wir drei zusammengerechnet schon mehr als 10.000 Tampons in unserem Leben verwendet haben, hatten wir uns noch nie Gedanken darüber gemacht. Wir haben auf unseren Tamponpackungen nach den Inhaltsstoffen gesucht, konnten aber keine Info finden. Nichts. Das war der Moment, wo wir ins Grübeln kamen: Wieso steht da denn nicht drauf, was drin ist? Als wir herausfanden, dass unsere bisher benutzten Tampons aus einer Chemiefaser mit Plastikbeschichtung hergestellt werden, waren wir ziemlich geschockt (und auch ziemlich sauer). Seitdem kämpfen wir für eine Deklarationspflicht für Menstruationsartikel, denn wir haben das Recht zu wissen, was wir in unseren Körper einführen. Dies ist ein wichtiger Schritt zu Enttabuisierung der Periode in unserer Gesellschaft!

    Started 1 petition

    Petitioning Katarina Barley, Jens Spahn

    Deklarationspflicht für Menstruationsartikel! #wasstecktdrin

    Wenn wir die Inhaltsstoffe unseres Shampoos wissen möchten, können wir einfach auf der Verpackung nachsehen. Auch bei unseren Cremes steht drauf, was drin ist. Wenn es aber um Menstruationsartikel, wie z.B. Tampons oder Binden geht, bleiben wir oft ziemlich ahnungslos, wenn wir die Verpackung umdrehen. Das hat einen einfachen Grund: Die Hersteller sind laut EU-Recht NICHT verpflichtet, die Inhaltsstoffe anzugeben! So werden Tampons, Binden, Slipeinlagen und Menstruationstassen zur Kategorie der „Bedarfsgegenstände“ gezählt (hierzu gehören übrigens auch Putzmittel, Zahnbürsten und Schmuck!). Bereits Ende der 1970er Jahre forderten Frauenverbände eine Deklarationspflicht. Das ist jetzt schon über 40 Jahre her. Unglaublich aber wahr: Auch im Jahr 2019 müssen Hersteller die Inhaltsstoffe nicht angeben! Das zeigt, wie sehr die Periode in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert wird. Sehr geehrte Frau Barley (Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz), sehr geehrter Herr Spahn (Bundesgesundheitsminister), bitte helfen Sie uns: Wir fordern eine gesetzliche Deklarationspflicht für Menstruationsartikel! Gerade bei Tampons, die wir mehrere Stunden am Tag IM Körper tragen und deren Inhaltsstoffe über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf übergehen, sollten wir die Inhaltsstoffe kennen. Auch im Hinblick auf Unverträglichkeiten gegen Duftstoffe, chemische Zusatzstoffe, synthetische Fasern, Farbstoffe etc. ist dies eine gesundheitlich bedenkliche Gesetzeslücke! Wir haben das Recht zu wissen, mit welchen Stoffen die sensibelste Stelle unseres Körpers in Berührung kommt. Nur wenn auf der Packung draufsteht, was drin ist, können wir eine informierte Kaufentscheidung treffen und bewusst entscheiden, ob wir die Inhaltsstoffe okay finden oder eben nicht.  Wir sind Hanna, Julia und Kerstin und hatten bis vor Kurzem keine Ahnung, woraus unsere Tampons bestehen. Als wir herausfanden, dass unsere bisher benutzten Tampons keine Baumwolle, dafür aber Chemiefasern und Plastik enthielten, waren wir geschockt. Was wir jedoch noch bedenklicher fanden: Auf der Verpackung gab es keinen Hinweis! Bitte unterzeichne unsere Petition und teile sie mit deinen FreundInnen und Bekannten. Denn wie heißt es so schön: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. Gemeinsam können wir eine gesetzliche Deklarationspflicht erwirken! Dies ist ein wichtiger Schritt zu Enttabuisierung der Periode in unserer Gesellschaft! Offener Brief an Katarina Barley und Jens Spahn

    Hanna Weig, Julia Steigerwald & Kerstin Bonni
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