Extinction Rebellion Mainz

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Petitioning Mainzer Stadtradt, Michael Ebling

Schluss mit privatem Feuerwerk in Mainz!

Innerhalb weniger Stunden knallen wir deutschlandweit allein an Silvester bis zu 5.000 Tonnen besonders giftigen Feinstaub in die Luft. Das entspricht 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Menge. Neben den gesundheitlichen Belastungen, schweren Verletzungen und Todesfällen führt die Böllerei zu riesigen Abfallbergen, tausenden Feuerwehreinsätzen, erheblicher Brandgefahr und Risiken für Natur und Tierwelt. Wir sind der Meinung: Mainz soll mit gutem Beispiel vorangehen und die Silvesternacht durch ein Verbot von privatem Feuerwerk in Zukunft nachhaltiger, gesünder und schöner gestalten! Damit niemand ersatzlos auf einen spektakulären Jahreswechsel verzichten muss, fordern wie die Stadt zeitgleich auf, Alternativen zu schaffen, die privates Feuerwerk überflüssig machen -- z.B. könnte in Rheinnähe ein professionelles Feuerwerk oder noch besser eine musikalisch untermalte Licht- bzw. Lasershow veranstaltet werden. Die Kosten hierfür würden mindestens anteilig durch die Einsparungen bei Rettungseinsätzen und Müllbeseitigung gedeckt werden. Warum fordern wir Alternativen zu privatem Feuerwerk? Die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht wird aufgrund der Feuerwerke um das bis zu 30-fache des Erlaubten überschritten. Im Klartext: in der Silvesternacht wird etwa 16 Prozent der gesamten im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge innerhalb eines Jahres ausgestoßen. Dies ist u.a. durch immer dichter werdenden Nebel zu erkennen, der das Bestaunen der durch die Raketen hervorgerufenen Lichtspiele mancherorts gar nicht mehr zulässt. Hiervon berichtete der Diplomchemiker Rudolf Schierl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. (Quelle 1) Jedes Jahr entlaufen und sterben Haustiere durch massenhaftes Abfeuern von sogenannten "Böllern". Da sich an die geltenden Gesetze nicht gehalten wird (Abfeuern nur am 31.12. und 01.01. erlaubt), ist es für viele Tierhalter tagelang ein Spießrutenlauf. Ganz zu schweigen von den Wildtieren, die durch die Knallerei in Panik geraten und auch teilweise schwere Unfälle verursachen. Auch die ohnehin schon stark schwindenden Vogelbestände werden durch Feuerwerke gefährdet. Siehe dazu z.B. die Vorfälle in Arkansas (USA), als im Jahr 2011 in der Silvesternacht mehr als 3000 Vögel tot vom Himmel fielen. (Quelle 2) Die hohen Mengen an Müll, die jedes Jahr nach den Silvesterfeuerwerken auf unseren Straßen liegen bleiben und von den Kommunen weggeräumt werden müssen. Erschwerend hinzu kommt, dass Feuerwerkskörper, die auf Privatgrundstücken oder Wasserflächen landen diese vergiften. Die Unfallgefahr, die jedes Jahr durch schwere Verletzungen und leider auch tragische Todesfälle aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs von Feuerwerken aufs Neue bestätigt wird. Vor allem Jugendliche und Kinder werden Opfer der Feuerwerkskörper.Zudem landen jedes Jahr Menschen mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper in der Notaufnahme – mit Verbrennungen oder Augenverletzungen bis hin zu dauerhaften Hörschäden. In Deutschland erleiden jährlich 8.000 Menschen zu Silvester Verletzungen des Innenohrs durch Feuerwerkskörper. Rund ein Drittel dieser Menschen behält bleibende Schäden, so eine Meldung im Deutschen Ärzteblatt im Jahre 2013. (Quelle 3) Belastungen der Steuerzahler*innen durch Schäden in zweistelliger Millionenhöhe jedes Jahr. Hervorgerufen durch Brände, Sachbeschädigungen, Verletzungen und Vorsätzlichkeiten wie das Zünden von Feuerwerkskörpern in Containern und Briefkästen. Ohne Rücksicht auf die Umwelt, Tiere und andere Menschen (z.B. Demenzkranke) wird vor und nach der erlaubten Zeit Feuerwerk abgebrannt und auch die Sicherheitszonen um Krankenhäuser, Altenheime, landwirtschaftliche Nutzflächen wird trotz angedrohter Geldbußen bis zu 50.000€ ignoriert. Immer wieder werden diese „Kleinsprengstoffe“ gezielt zur Körperverletzung an Menschen (unter anderem Polizist*innen und Rettungskräften) und Tieren verwendet. Allein dies sollte Grund genug für das Verbot sein! Da sich diese Punkte in den letzten Jahren immer weiter verstärkt haben, fordern wir die Stadt Mainz und ihren Oberbürgermeister Michael Ebling auf, den Beispielen vieler Städte in Frankreich, Dänemark, Luxemburg und Holland zu folgen: Schaffen Sie privates Feuerwerk ab und sorgen Sie für ein gesundes Silvester für alle! Extinction Rebellion Mainz, Animal Rebellion Mainz Weiterführende Links: Petition von Andrea Glomba und der Deutschen Umwelthilfe e.V. gegen privates Feuerwerk in Deutschland Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe e.V. Bericht des SWR zur bisherigen Stellungnahme der Stadt Mainz Bericht der Zeit zum Thema Stellungnahme der Tierrechtsorganisation PETA Quellen: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/interview-am-morgen-ich-empfehle-eine-atemschutzmaske-1.3806168 https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article11962392/Silvesterboeller-verursachten-mysterioeses-Vogelsterben.html https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel Bildquelle: Thaut Images / Fotolia

Extinction Rebellion Mainz
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Petitioning Michael Ebling

Klimanotstand in Mainz

Als Reaktion auf die globale Klimakrise haben die Städte Konstanz, Heidelberg, Kiel und Herford kürzlich offiziell den Klimanotstand ausgerufen. Wir fordern, dass nun auch Mainz diesem Beispiel folgt und Verantwortung übernimmt. Wir stehen kurz vor einer Klimakatastrophe Seit über 30 Jahren warnen Wissenschaftler, die UN und andere Umweltorganisationen, dass ein „weiter so wie bisher“ unweigerlich in die Katastrophe führen wird. „Weiter so“ bedeutet weit reichende Ernteausfälle, Hungersnöte und Massenflucht von Hunderten Millionen von Menschen. „Weiter so“ bedeutet, dass die Tropen zu heiß für menschliches Leben sein werden. „Weiter so“ bedeutet die Destabilisierung und Zerstörung unserer Gesellschaften durch Krieg und Ressourcenmangel. „Weiter so“ heißt, dass das Leben unserer Kinder und Kindeskinder auf dem Spiel steht. „Weiter so“ ist, was die Regierungen und die Wirtschaft bislang billigend in Kauf nahmen. Der Bericht des Weltklimarates (IPCC) der UN betonte erst im Herbst 2018, dass die Erderwärmung unbedingt weit unter 1,5° bleiben muss. Um dieses Ziel zu erreichen und die drohende Katastrophe abzuwenden sind sofortige und ehrgeizige Maßnahmen erforderlich. Diese werden hier und jetzt und auf allen Ebenen benötigt. Die Zeit reicht nicht aus, um auf internationale oder bundesweite Entscheidungen zu warten. Wir müssen jetzt handeln. Auch hier in Mainz! Wir fordern daher die Stadt Mainz auf, offiziell den Klimanotstand auszurufen. Durch das Ausrufen des Klimanotstands soll die Stadt Mainz offiziell anerkennen, dass der menschgemachte Klimawandel eine akute und gegenwärtige Gefahr für das Leben der Menschen und vieler weiterer Lebewesen darstellt und sich darüber hinaus verpflichten, unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte und mit höchster Priorität sofortige und entschlossene Anstrengungen zum Klimaschutz zu leisten. Wir fordern weiterhin, dass die Einhaltung der Klimaschutzziele fortan von einer unabhängigen Bürger*innen-Versammlung mit Vetorecht überwacht wird. Bei jeder Entscheidung des Stadtrats und der Stadtverwaltung ist fortan zu prüfen, ob diese mit den Klimaschutzzielen vereinbar ist.  Extinction Rebellion Ortsgruppe Mainz Weiterführende Links wikipedia.org/wiki/Klimanotstand extinctionrebellion.de facebook.com/XRMainz/ Bildnachweis Image by Tumisu from Pixabay

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