Elternpflegschaft am Gymnasium Vreden

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    Petitioning Rat der Stadt Vreden, CDU Vreden, SPD Vreden, FDP Vreden, Bündnis 90/Die Grünen Vreden, UWG Vreden, Bezirksregierung Münster, Für den Erhalt des Gymnasium Georgianum und der Sekundarschule! #ProVie...

    Für den Erhalt des Gymnasium Georgianum und der Sekundarschule! #ProVielfaltInVreden

    Erheben Sie Ihre Stimme für den unveränderten Erhalt des Gymnasium Georgianum Vreden und der Sekundarschule. Wenden Sie sich durch Ihre Teilnahme an dieser Petition deutlich gegen die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule! #ProVielfaltInVreden Gesamtschulen mit ihren gymnasialen Oberstufen sind prinzipiell nicht abzulehnen. Aber Vreden ist dafür zu klein, die Schülerzahlen reichen schon aufgrund des demographischen Wandels nicht aus, wenn gleichzeitig das Gymnasium dauerhaft erhalten bleiben soll. Die demokratische Entscheidung über die Schulformen in einer Stadt sollte nicht nur von den unmittelbar betroffenen Personenkreisen beeinflusst werden, denn Schule betrifft die gesamte Stadtgesellschaft. Deshalb bitten wir alle Vredenerinnen und Vredener sowie Interessierte im regionalen Umfeld, diese Petition zu unterstützen. UNSERE FORDERUNGEN -> Wir fordern den Rat der Stadt Vreden, alle dort vertretenen Fraktionen, die Vredener Parteien, die Bezirksregierung und die Vredener Schulleitungen auf, den Bestand des Vredener Gymnasium Georgianum und der Sekundarschule in ihrer heutigen Form langfristig zu sichern und die Gründung einer Gesamtschule in Vreden zu verhindern. -> Der Stadtrat soll spätestens am 21.11.2017 einen Beschluss zur Beibehaltung des Status Quo in der Vredener Schullandschaft fällen und damit die erst im Oktober 2012 rund um die Neugründung der Sekundarschule beschlossenen konstruktiven Regelungen zur damaligen Neugestaltung der Vredener Schullandschaft explizit einhalten und nicht schon wieder verändern. -> Zeitdruck ist kein guter Berater. So ist der Bestand der Sekundarschule aufgrund eines landesrechtlichen Beschlusses bis 2023 gesichert. Wir fordern daher, unabhängige Experten mit einer Studie zur Zukunft der Vredener Bildungslandschaft zu beauftragen und dabei auch die Nachbarstädte in den Blick zu nehmen. Auf dieser Basis kann dann eine ganzheitliche Diskussion mit allen Beteiligten geführt werden. Denn eine funktionierende Schullandschaft braucht Ruhe und Beständigkeit. Nachfolgend finden Sie detaillierte Informationen und Argumente: 1. DIE SITUATION Schaut man sich die Historie der Gründung der Vredener Sekundarschule an wird deutlich, dass die Option „Gesamtschule“ schon von Anfang an zumindest ein gedanklicher Teil der Konzeption gewesen ist. Seit Juni 2017 wird nach und nach öffentlich bekannt, dass es seit geraumer Zeit intensive Bemühungen und Gespräche zwischen dem Schulträger (Stadt Vreden), der Bezirksregierung und der Schulleitung der Sekundarschule (Gisela Huning) gibt, die Sekundarschule kurzfristig in eine Gesamtschule umzuwandeln. Die Vredener Parteien, der Stadtrat und der Schulträger haben sich verbal deutlich für die  Existenzsicherung des Gymnasiums ausgesprochen. Die rechtlich bindende Entscheidung über das Thema Gesamtschule wird im Stadtrat aber erst in der Sitzung am 21.11.2017 fallen. Auf Seiten der Schulleitung und des Lehrerkollegiums der Sekundarschule wird mittlerweile auch öffentlich erklärt, dass die seit 2013 bestehende Sekundarschule in eine Gesamtschule mit einer gymnasialen Oberstufe umgewandelt werden soll. Es wird alles dafür getan, diesen Beschluss schnell herbeizuführen. Bis zum 17.10.2017 sollten beispielsweise die betroffenen Eltern der Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule ihre Meinung in einer Umfrage äußern und dabei ihren Namen und die Klasse nennen. Außerdem fanden Informationsabende ausschließlich für diese Eltern statt. 2. DAS PROBLEM Im Endeffekt würde aufgrund der relativ niedrigen Schülerzahlen in Vreden mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Gesamtschule überleben, das Gymnasium müsste in absehbarer Zeit geschlossen werden. Es droht ein Szenario, dass es mittelfristig neben der St. Felicitas Förderschule möglicherweise nur noch eine zusätzliche weiterführende Schulform in Vreden geben würde: eine für Kleinstadt-Verhältnisse riesige Gesamtschule mit wahrscheinlich mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern in bis zu sechszügigen Stufen 5 bis 10 sowie mit einer gymnasialen Oberstufe, deren Gründung kurze Zeit später zu einer Negativspirale am Gymnasium und schließlich zur schrittweisen Schließung dieser traditionsreichen und erfolgreichen Schule führen wird. Denn die Schülerzahlen in Vreden sind für zwei voneinander getrennte gymnasiale Oberstufen einfach zu gering: Schülerzahlen in Vreden pro Jahr: ca. 200 bis 250 davon machen im Durchschnitt ca. 40 % Abitur: ca. 80 bis 100 Abiturienten Im Argumentationspapier der Sekundarschule heißt es, dass eine gemeinsame Oberstufe „in Kooperation“ entstehen soll. Offen bleiben dabei aber die wesentlichen Fragen: Wie soll das denn in der Praxis genau ablaufen? Gibt es dann ein Kollegium für die Sekundarstufe 2 an zwei Schulen? Oder wird die Oberstufe doch an nur einer Schule angeschlossen? Und nach welchen Kriterien sollte das überhaupt entschieden werden? Warum eine so komplizierte Lösung, wo wir doch in Vreden über die gut angenommene Sekundarschule und das Gymnasium mit über 300-jähriger Tradition und einem sehr guten Ruf verfügen? 3. DIE LÖSUNG: EINE OBERSTUFE FÜR VREDEN AM GYMNASIUM GEORGIANUM – SO WIE BEREITS 2012 VEREINBART -> Durch den bestehenden Kooperationsvertrag zwischen dem Gymnasium und der Sekundarschule aus dem Jahr 2012 ist diese Lösung bereits klar formuliert und vereinbart worden. -> Die Sekundarschule bereitet demnach die Schülerinnen und Schüler (teilintegriert) darauf vor, ihren Bildungsweg (...) in der gymnasialen Oberstufe des Gymnasium Georgianum fortzusetzen. -> Das Gymnasium nimmt die Abgänger der Sekundarschule auf, die den mittleren Schulabschluss und die Berechtigung zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe erworben haben und unterstützt einen erfolgreichen Wechsel durch das bewährte Förderprogramm. -> Seitdem Dr. Jürgen Klomfaß im Februar 2017 die Schulleitung am Gymnasium (zunächst kommissarisch) übernommen hatte, sind auf der Basis der bestehenden Kooperationsvereinbarung mit der Sekundarschule sehr schnell konstruktive Ideen miteinander besprochen und ihre Umsetzung vorbereitet worden. Dieser Weg soll gemeinsam konsequent weiter entwickelt werden und schnellstmöglich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zum Wohle der Schülerinnen und Schüler führen. 4. SZENARIO: DIE SEKUNDARSCHULE WIRD IN EINE GESAMTSCHULE UMGEWANDELT – WAS DANN? -> Massive Schwächung des Gymnasium Georgianum, da geringere Schülerzahlen zu erwarten sind. -> Drohende Schließung des Gymnasiums wegen Verlust der Dreizügigkeit in der fünften Klasse. -> Das Angebot am Schulstandort Vreden wird insgesamt schlechter, da das Gymnasium in seiner Existenz massiv gefährdet ist. -> Vreden wird für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und potenzielle Neubürger unattraktiver, weil Bildungsbreite fehlt. Der Fachkräftemangel verstärkt sich. -> Die Schüler der Klasse 10, die in der Vergangenheit zur Erlangung des Abiturs an das Gymnasium Vreden gewechselt haben, bleiben nun weitestgehend an der Gesamtschule. -> Deutliche Einschränkung des Kursangebotes am Gymnasium, aber auch an der Gesamtschule durch die zwei jeweils sehr kleinen Oberstufen. -> Gefährdung des Schulfriedens und Konkurrenzkampf um jeden Schüler. Eine gute Kooperation zwischen den Schulen wird damit gehemmt. -> Abiturnoten-Dumping: Es könnte sich aus der Konkurrenzsituation der Schulen untereinander ein Wettbewerb um die besseren Abitur-Durchschnittsnoten ihrer Schüler entwickeln. -> Schülerinnen und Schüler wandern zu den Gymnasien in Ahaus und Stadtlohn ab. Notwendige Mobilitätslösungen für die Kinder und Jugendlichen aus den Kirchdörfern dürften sehr komplex werden. -> Beide Oberstufen, am Gymnasium und auch an der Gesamtschule, wären jeweils keine bessere Alternative zu den guten Programmen der Berufsschulen in Ahaus. -> langjährige internationale Kontakte brechen weg (York, Pisek, Delft ...). -> Aktuell genießt das Gymnasium Vreden auch bei den Lehrkräften überregional einen sehr guten Ruf. Am Gymnasium sind zur Zeit alle Stellen besetzt und es konnten zum aktuellen Schuljahr viele ehemaligen Referendare als Lehrer in Feststellung gewonnen werden, obwohl mehrere andere Gymnasien sie gern einstellen wollten.  -> Man muss davon ausgehen, dass gute Lehrkräfte abwandern würden, dadurch wird das Kursangebot zusätzlich geschmälert. -> Möglicher Lehrermangel an einer Gesamtschule in Vreden: Im Allgemeinen ist die Arbeit an einer Gesamtschule aus Sicht vieler Lehrer weniger attraktiv als an einem Gymnasium. Da Vreden gleichzeitig eher ländlich und etwas abseits von den größeren Städten liegt, könnte es sehr schwierig werden, alle Lehrerstellen an einer Gesamtschule zu besetzen. 5. WARUM MUSS DAS GYMNASIUM GEORGIANUM ERHALTEN BLEIBEN? -> Das Gymnasium Georgianum Vreden ist als Europaschule bestens etabliert und hat mit dem bilingualen Modell sowie dem naturpraktischen Zweig ein sehr gutes Bildungsangebot, das einzigartig in der Region ist. Aktuell hat zudem eine Arbeitsgruppe damit begonnen, eine dritte zentrale Säule für den Schulstandort zu entwickeln, um ein noch besseres und breiteres Bildungsangebot zu kreieren. -> Die Vorteile der kurzen Wege in Vreden sollten auch für die Schülerinnen und Schüler erhalten bleiben, die ein Gymnasium besuchen wollen. -> Das Gymnasium Georgianum schafft eine breite Allgemeinbildung und ein umfassendes Grundlagenwissen für die Hochschulausbildung. -> Die Zahl der Studienabbrecher unter den Absolventen des Vredener Gymnasiums ist gering. -> Es gibt am Gymnasium ausgezeichnete Bildungsangebote z. B. Lernen-vor-Ort-Woche, Jugend debattiert, Jugend forscht uvm.  -> Die Ergebnisse in der Qualitätsanalyse der Bezirksregierung am Gymnasium Vreden im Jahr 2016/2017 waren hervorragend. Sie belegen die langjährige sehr gute Arbeit an dieser Schule nachhaltig. -> Alle Eltern wollen nur das Beste für Ihre Kinder. Uns ist deshalb wichtig zu betonen, dass wir die Vredener Sekundarschule sehr schätzen. 6. RÜCKBLICK Vreden bot jahrzehntelang eine vielfältige Auswahlmöglichkeit mit bis zu fünf weiterführenden Schulen: Die Hauptschulen St. Georg und St. Walbert, die Hoimar-von-Ditfurth Realschule, die St. Felicitas Förderschule und seit jeher das Gymnasium Georgianum. Viele tausend Vredenerinnen und Vredener haben ihre Schulkarrieren in diesen Schulen verbracht und von der Vielfalt profitiert. Die in den Jahren 2012/2013 gegründete Sekundarschule ist erfolgreich und erfreut sich großer Akzeptanz beim Schulträger, vielen Vredener Eltern, Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern. Diese positive Entwicklung ist zu begrüßen. Seitdem entwickelt sich die Vredener Schullandschaft aber zu einem System mit nur noch drei Optionen: die Haupt- und Realschulen wurden geschlossen oder laufen zur Zeit aus. Die St. Felicitas Förderschule konnte dank der Unterstützung aller Beteiligten nur im Schulterschluss gegen den politischen Druck der Bezirksregierung gerettet werden und entwickelt sich nun sehr gut. 7. OFFENE FRAGEN -> Wie sehen die Ziel- und Finanzplanungen und die Szenarien der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung im Detail aus? -> Wie ist die Idee im Kontext mit dem „Campus 2020“ zu bewerten, der ja seit Jahren politisch gewollt ist? -> Warum verlängert die Schulleiterin der Sekundarschule, Gisela Huning, ihre Dienstzeit bis zum 68. Lebensjahr und könnte damit vielleicht sogar mit dem ersten Abiturjahrgang „ihrer“ Schule in Pension gehen? -> Warum hat Frau Huning nicht bereits im Frühjahr 2017 mit der Schulleitung am Gymnasium offen kommuniziert und kooperiert, als sie (angeblich) von der Bezirksregierung angesprochen wurde, die Sekundarschule in eine Gesamtschule umzuwandeln? -> Warum wird jetzt dem Schulleiter vom Gymnasium, Dr. Jürgen Klomfaß, von Seiten der Schulleitung der Sekundarschule mangelnde Kooperationsbereitschaft unterstellt – ist doch das vorher aufgebaute Vertrauensverhältnis erst durch das Verhalten von Frau Huning nachhaltig beschädigt worden? -> Wer profitiert also politisch und persönlich?   Hier finden Sie weitere Hintergrundinformationen zum Download:  Vreden, 12.10.2017 Für die Elternpflegschaft am Gymnasium Vreden Sonja Heinrichs, Ina Hünker, Thomas Koczy, Peter Wagener, Annegret Bennink, Monika Cluse, Lydia Langhanke, Tobias Beck, Herbert Ostendorf, Karima Helmer, Heike Marklewitz, Thomas Nünning  

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