Joint Petition of six NGOs

9,042 Supporters

New Profile, Amnesty International, Connection e.V., War Resisters' International, Yesh Gvul, Gush Shalom

    Started 2 petitions

    Victory
    Petitioning Moshe Ya’alon, Verteidigungsminister, Israel

    Kriegsdienstverweigerer Natan Blanc muss unverzüglich und bedingungslos aus seiner 10. Haft freigelassen werden!

    Jedes Jahr gehen einige israelische Teenager ins Gefängnis, weil sie sich aus Gewissensgründen weigern, in der Armee des Landes zu dienen. Der 19-jährige Natan Blanc aus Haifa erlebt dies nun schon zum zehnten Mal innerhalb von fast sechs Monaten. Dies ist eine gemeinsame Petition von New Profile, Amnesty International, Connection e. V., War Resisters’ International, Yesh Gvul (hebräisch) und Gush Shalom. Natan Blanc hat bislang mehr als 150 Tage im Gefängnis verbracht. Alle paar Wochen wird er aus der Haft entlassen, dann wieder einberufen, befragt und erneut inhaftiert, wenn er sich weiter weigert, der Armee beizutreten. Natan Blanc sagt, dass er sich nicht an Menschenrechtsverletzungen gegenüber Palästinensern in den besetzten palästinensischen Gebieten beteiligen wird. Das erste Mal wurde er wegen der Ablehnung seiner Einberufung im November 2013 unter Arrest gestellt. Auszug aus Natan Blancs Verweigerungserklärung, (hier im englischen Original): „Ich begann im Jahr 2008 während der Operation „Gegossenes Blei“ über eine Verweigerung des Militärdienstes bei der israelischen Armee nachzudenken. Die Woge des aggressiven Militarismus, die damals das ganze Land durchzog, die gemeinsamen Hassbekundungen und das geistlose Gerede von "Terror ausmerzen und eine abschreckende Wirkung erzeugen", das waren vor allem die Auslöser für meine Verweigerung. Heute, nach vier Jahren voller Terror, ohne einen politischen Prozess [in der Richtung von Friedensverhandlungen] und ohne dass im Gazastreifen und in Sderot Ruhe eingekehrt wäre, heute ist klar, dass die Regierung Netanyahu - wie die ihres Vorgängers Olmert - nicht daran interessiert ist, eine Lösung für die bestehende Situation zu finden, sondern sie vielmehr aufrechterhalten will. Von ihrem Standpunkt aus gesehen, ist es vollkommen in Ordnung, dass wir alle drei oder vier Jahre eine Operation „Gegossenes Blei“ initiieren und mit der Zeit vielleicht auch drei, vier, fünf oder sechs solcher Operationen: Wir werden von Abschreckung sprechen, wir werden einige Terroristen töten, wir werden auf beiden Seiten einige Zivilisten verlieren, und wir werden auf beiden Seiten den Boden legen für eine neue Generation voller Hass. Als Vertreter des Volkes sind Kabinettsmitglieder nicht dazu verpflichtet, ihre Vorstellungen von der Zukunft des Landes vorzulegen, und sie können diesen blutigen Kreislauf immer weiter fortführen, ohne dass ein Ende in Sicht wäre. Aber wir als Bürger und als Menschen, wir haben eine moralische Verpflichtung, uns der Teilnahme an diesem zynischen Spiel zu verweigern.“ Ein Video-Interview, das Amnesty International mit Natan Blanc aus Anlass seiner 7. Haftstrafe geführt hatte, findet sich hier auf Hebräisch mit englischen Untertiteln.   Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist durch die internationalen Menschenrechte und insbesondere durch den internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte geschützt. Beide Verträge hat Israel ratifiziert. Zwar kann das Gewissenkomitee der Armee entscheiden, dass Personen, die aus Gewissengründen verweigern, vom Militärdienst befreit werden, dies wird gewöhnlich aber nur jenen zugebilligt, die aus religiösen Gründen keinen Dienst ableisten wollen. „Zwischen Kriegsdienstverweigerern aus Gewissensgründen“ darf jedoch keine Diskriminierung „aufgrund der Natur ihrer jeweiligen Überzeugungen“ stattfinden, das heißt, es darf keine Rolle spielen, ob es sich um religiöse oder andere Gründe handelt (Menschenrechtskommission, Allgemeiner Kommentar 22, Abs. 11). Und obwohl das israelische Recht eine Befreiung vom Militärdienst aus pazifistischen Gründen vorsieht, lehnt das Gewissenskomitee diese Fälle regelmäßig ab. Kriegsdienstverweigerer können in Israel für ein und dasselbe "Vergehen" mehrfach verurteilt und bestraft werden. Im Jahr 2003 erklärte die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen der Vereinten Nationen, dass diese Praxis die Rechte der Betroffenen wissentlich missachtet, denn laut den internationalen Menschenrechtsnormen sind "Doppelverurteilungen" verboten. ----- Anmerkung: Diese Woche wird US-Außenminister John Kerry Jerusalem und Ramallah besuchen und dabei die seltene Gelegenheit haben, den israelischen Verteidigungsminister Moshe Ya'alon persönlich auf die Freilassung von Natan Blanc zu drängen. Vorrangig US-Bürger, aber auch andere, können jetzt dank der Initiative unserer Mitstreiter von Jewish Voice for Peace unter diesem Link einen offen Brief an John Kerry versenden.

    Joint Petition of six NGOs
    4,521 supporters
    Victory
    Petitioning Israeli Minister of Defence Moshe Ya’alon

    Immediately and unconditionally release conscientious objector Natan Blanc from his 10th term in prison!

    A handful of Israeli teenagers go to prison every year because they refuse to serve in the country’s army for reasons of conscience. Nineteen-year-old Natan Blanc from Haifa has been through this already ten times in almost six months. This is a common petition by New Profile, Amnesty International, Connection e. V., War Resisters’ International, Yesh Gvul (Video Interview with Natan Blanc) and Gush Shalom.   So far Natan Blanc has served more than 150 days in jail. Every few weeks he is released, then tried and imprisoned again after repeating his refusal to join the army. On 12th May he was sentenced to another 28 days in Military Prison #6 near Atlit in Northern Israel. Blanc says he will not participate in human rights violations against Palestinians in the Occupied Palestinian Territories. He was first imprisoned after refusing his induction last November. Excerpt from Natan Blanc’s Refusal Declaration"I began thinking about refusing to conscripted into the Israeli Army during the “Cast Lead” operation in 2008. The wave of aggressive militarism that swept the country then, the expressions of mutual hatred, and the vacuous talk about stamping out terror and creating a deterrent effect were the primary trigger for my refusal. Today, after four years full of terror, without a political process [towards peace negotiations], and without quiet in Gaza and Sderot, it is clear that the Netanyahu Government, like that of his predecessor Olmert, is not interested in finding a solution to the existing situation, but rather in preserving it. From their point of view, there is nothing wrong with our initiating a “Cast Lead 2″ operation every three or four years (and then 3, 4, 5 and 6): we will talk of deterrence, we will kill some terrorist, we will lose some civilians on both sides, and we will prepare the ground for a new generation full of hatred on both sides. As representatives of the people, members of the cabinet have no [sic] duty to present their vision for the futures of the country, and they can continue with this bloody cycle, with no end in sight. But we, as citizens and human beings, have a moral duty to refuse to participate in this cynical game." Click here for a video interview of Natan Blanc with Amnesty International on the occasion of this 7th prison term.   The right to reject military service on grounds of conscientious objection is protected under international human rights law, including the International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR), which Israel has ratified. Although the army’s Conscience Committee can decide to allow a conscientious objector exemption from military service, this is usually granted only to those who refuse to serve on religious grounds. However, no discrimination is permitted "among conscientious objectors on the basis of the nature of their particular beliefs", i.e. whether they are religious or otherwise (Human Rights Committee, General Comment 22, para. 11). And even though Israeli law does allow for exemption on grounds of pacifism, their Conscience Committee frequently rejects their cases. Conscientious objectors in Israel can be convicted of and imprisoned for the same “offence” repeatedly. In 2003, the UN Working Group on Arbitrary Detention said that this practise flouts their rights under international human rights standards which prohibit “double jeopardy”. --- NOTE: This week, US Secretary of State John Kerry is visiting Jerusalem and Ramallah, where he has the rare opportunity to urge Israeli Minister of Defense Moshe Ya'alon to release Natan Blanc. If you are a citizen of the US you might also like to sign and send an open letter to John Kerry, initiated here by our close allies at Jewish Voice for Peace.

    Joint Petition of six NGOs
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