Beatrice von Weizsäcker, Sven Giegold & Ansgar Gilster

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    Started 2 petitions

    Petitioning European Union, Churches in Europe

    Refugee policy in Europe: When justice dies, people follow!

    DE / EN For a Christian, human rights and solidarity-based refugee policy in Europe! As Christians and as citizens, we call on the governments of the EU not to further jeopardize the protection of refugees. We expect our churches in Europe to defend human dignity independent without political fence-sitting. War, oppression and injustice are central reasons for people to leave their homes. For states and societies, this need is a challenge. Yet many people in Europe see the problem in refugees and migrants themselves and call for a fortress Europe. Politics is increasingly following this logic. It is high time to change this and to clearly state the consequences of this development. Governments in Europe must not shirk their responsibilities by closing borders and turning away people in need. The European Union needs humanity and order in its refugee policy, not relentlessness and outsourcing. It is right to identify, through common border controls, who is entering Europe and to ensure a fair distribution of refugees. But it violates international law not to rescue people in distress at sea. It is violating international law to detain people in camps for months, to pay other states to shield Europe from refugees and to declare dangerous countries as safe countries of origin. This walls-up policy in Europe has been advancing for years and has undermined international and European refugee law. At the same time we know from history that when justice dies, people follow. This current refugee policy holds no good future. This policy not only threatens refugees, it also jeopardises our own humanity and dignity. The campaigns against those who work for refugees - in particular the civil rescue at sea - demonstrate: Morality is denounced and humanity is criminalized. We will not let this policy silence us. We will continue to stand up for humanity and bear witness in our time. Our churches and houses must remain places of refuge for all people seeking help, protection and hope. Not only because we as Christians are a community from different countries, but also because our faith challenges us: in Jesus Christ we recognize the needy, the refugee, the fellow human being. We urge the governments in the European Union: Find solutions and a language guided by humanity. Fight the causes of flight, not the refugees. Protect international law instead of undermining it by a walls-up policy. Choose a policy of humanity and solidarity so that Europe retains its dignity. We demand from church leaders in Europe: Stand up for refugees. Express yourself more courageously, clearly and unambiguously. Do not take politics into account, but only and exclusively the people in need. In this historic situation, stand up for refugee protection and humanity: Reject all political proposals that are not based on love and humanity. Visit the people seeking protection in their shelters. Talk to the helpers who resign out of desperation. Strengthen the institutions that work for refugees. “Give counsel; grant justice; make your shade like night at the height of noon; shelter the outcasts; do not reveal the fugitive!” (Isaiah 16:3) 

    Beatrice von Weizsäcker, Sven Giegold & Ansgar Gilster
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    Petitioning Europäische Union, Kirchen in Europa

    Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch!

    DE / EN Für eine christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa! Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Von unseren Kirchen in Europa erwarten wir die Verteidigung der Menschenwürde ohne politische Rücksichtnahme.  Kriege, Unterdrückung und Ungerechtigkeit sind zentrale Gründe dafür, dass Menschen ihr Zuhause verlassen. Für Staaten, und Gesellschaften ist diese Not eine Herausforderung. Viele Menschen in Europa sehen das Problem jedoch in den Flüchtlingen und Migranten und fordern Abschottung. Die Politik folgt dieser Logik immer mehr. Es ist höchste Zeit, dies zu ändern und die Folgen dieser Entwicklung klar zu benennen.  Die Regierungen in Europa dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie Grenzen schließen und Menschen in Not abwehren. Die Europäische Union braucht Humanität und Ordnung in der Flüchtlingspolitik, nicht Härte und Auslagerung. Es ist richtig, über gemeinsame Grenzkontrollen festzustellen, wer nach Europa einreist und für eine faire Verteilung der Flüchtlinge zu sorgen. Aber es ist völkerrechtswidrig, Menschen in Seenot nicht zu retten. Es ist unverantwortlich, Menschen monatelang in Lagern festzuhalten, andere Staaten für die Abwehr von Flüchtlingen zu bezahlen und gefährliche Herkunftsstaaten für sicher zu erklären. Diese Abschottung schreitet seit Jahren voran und höhlt das internationale und europäische Flüchtlingsrecht aus. Dabei wissen wir aus der Geschichte: Erst stirbt das Recht, dann stirbt der Mensch. Diese Flüchtlingspolitik hat keine gute Zukunft. Diese Politik bedroht nicht nur die Flüchtlinge, sie setzt auch unsere eigene Humanität und Würde aufs Spiel. Die Kampagnen gegen jene, die sich für Flüchtlinge einsetzen – insbesondere die zivile Seenotrettung –, zeigen: Moral wird verunglimpft und Menschlichkeit kriminalisiert.  Wir lassen uns durch diese Politik nicht zum Schweigen bringen. Wir werden weiter für Mitmenschlichkeit einstehen und Zeugnis in unserer Zeit ablegen. Unsere Kirchen und Häuser müssen Zufluchtsorte für alle Menschen bleiben, die Hilfe, Schutz und Hoffnung suchen. Nicht nur, weil wir als Christinnen und Christen eine Gemeinschaft aus verschiedenen Ländern sind. Sondern auch, weil unser Glaube uns dazu herausfordert: in Jesus Christus erkennen wir den Notleidenden, den Flüchtling, den Mitmenschen. Wir fordern von den Regierungen in der Europäischen Union: Finden Sie Lösungen und eine Sprache, die von Humanität geleitet sind. Bekämpfen Sie Fluchtursachen, nicht die Flüchtlinge. Wahren Sie internationales Recht, statt es durch Abschottung auszuhöhlen. Entscheiden Sie sich für eine Politik der Mitmenschlichkeit und Solidarität, damit Europa seine Würde behält. Wir fordern von den Kirchenleitungen in Europa: Setzen Sie sich für Flüchtlinge ein. Äußern Sie sich mutiger, klarer und unmissverständlich. Nehmen Sie keine Rücksicht auf die Politik, sondern nur und ausschließlich auf die Menschen in Not. Setzen Sie sich in dieser historischen Situation für Flüchtlingsschutz und Humanität ein: Weisen Sie alle politischen Vorschläge zurück, denen nicht Liebe und Mitmenschlichkeit zugrunde liegen. Besuchen Sie die schutzsuchenden Menschen in ihren Unterkünften. Sprechen Sie mit den Helferinnen und Helfern, die aus Verzweiflung resignieren. Stärken Sie die Einrichtungen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. “Gib Rat, sprich Recht, mach deinen Schatten am Mittag wie die Nacht; verbirg die Verjagten, und verrate die Flüchtigen nicht!” (Jesaja 16,3)  

    Beatrice von Weizsäcker, Sven Giegold & Ansgar Gilster
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