Keine Kosteneinsparung bei der Dialysetherapie von Nierenkranken!
  • Petitioned Frau Anette Widmann-Mauz

This petition was delivered to:

Staatssekretärin im Gesundheitsministerium
Frau Anette Widmann-Mauz
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herr Dr Köhler
GKV-Spitzenverband
Frau Dr. Pfeiffer
GKV-Spitzenverband
Herr Dr. Partsch
Bewertungsausschuss
Herr Reschke
Herr Daniel Bahr
Gesundheitsminister

Keine Kosteneinsparung bei der Dialysetherapie von Nierenkranken!

    1. Dr. Erika Eger
    2. Petition by

      Dr. Erika Eger

      Berlin, Germany

Die 70er und 80er Jahre waren schlimm. Als junge Ärztin habe ich miterlebt, wie Menschen mit Nierenversagen weit weg von Zuhause an den Dialysemaschinen im Krankenhaus behandelt wurden. Nicht alle haben einen Platz bekommen, Verbrauchsmaterial wurde wiederverwendet. Es ging ums pure Überleben. Die Todesraten waren hoch. 

Wir, die Gesellschaft, dürfen dieses Szenario nicht erneut zulassen.

180 Millionen Euro pro Jahr wollen die Gesetzlichen Krankenkassen bei den schwerstkranken Dialysepatienten einsparen. Siehe Beschluss vom 19. März 2013. Das ist nach den Kostensteigerungen für Energie und Wasser der letzten Jahre ohne eine gravierende Verschlechterung der Behandlung nicht möglich.

Ohne Not, denn den Kassen geht es gut!

Die Ausgaben für die Dialysebehandlung in Deutschland sind schon jetzt auf einem extrem niedrigem Niveau. Alle anderen Länder geben mehr Geld für die Nierenkranken aus!  Durch die geplante Kostenreduktion von 15% wird aus einer "qualitätsgerechten" Versorgung eine "schlechte" Versorgung. Eine Verkürzung der Überlebenszeiten der Nierenkranken wird dadurch in Kauf genommen.

Laut Prof Brunkhorst von der DGfN (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie) "sind die Beschlüsse der gesetzlichen Krankenkassen ein erster Schritt Richtung "Discountermedizin", bei der die Qualität zu Gunsten der Gewinnmaximierung der Kankenkassen hinten angestellt wird" (siehe). Eine gute Dialysebehandlung wird dann zum Privileg der Privatversicherten. Zweiklassenmedizin.

Jeden kann es treffen, denn jeder kann nierenkrank werden! Es geht alle an, bitte unterschreiben Sie und verbreiten Sie diese Petition.  

Das Bundesministerium für Gesundheit hat jetzt acht Wochen Zeit, das Vorhaben zu stoppen - wir müssen jetzt handeln.

---

Wenden Sie Ihre Proteste auch an Herr Dr. Köhler von der Kassenärztlichen Vereinigung (Tel: 030 40050 oder Email: akoehler@kbv.de) oder Frau Dr. Pfeiffer vom GKV-Spitzenverband (Tel: 030 2062880 oder Email: doris.pfeiffer@gkv-spitzenverband.de)!

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    • Michael Westhöfer ZELTINGEN-RACHTIG, GERMANY
      • 4 months ago

      bin selbst Betroffen

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    • Anja Dülfer HILCHENBACH, GERMANY
      • 4 months ago

      Ihr gesunden müsst nicht täglich ums überleben kämpfen , eure Nieren arbeiten täglich 24 Stunden in einem durch , der Dialysepatient hat aber nur max. die Möglichkeit 3 mal in der Woche für 5 Stunden dialysiert zu werden. Sämtliche Giftstoffe bleiben bei uns Patienten im Körper !! Und jetzt soll noch mal an den Patienten gespart werden ? Wo soll das hinführen ? Wir können doch nur mit den Maschine überleben und ihr nehmt uns jetzt auch noch diese eine Möglichkeit zu überleben !! Es sterben schon genug Patienten an der Dialyse , wenn jetzt noch mehr gespart wird braucht ihr bald keine Zentren mehr da die Patienten weg gestorben sind !! Das nennt man dann auch unterlassene Hilfeleistung !!

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    • Peter Gail GERMANY
      • 4 months ago

      Ich bin selbst seit 17 Jahren an der Dialyse und sehe, wie alles verkommt.

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      • 5 months ago

      Mein Vater war Dialysepatient in den benannten 80er Jahren. Er hatte einen Anfahrtsweg zur Dialyse von 60 km. Er ist nach drei Jahren verstorben. Ich selbst war sechs Jahre unter optimaleren Bedingungen Dialysepatientin und seit sieben Jahren bin ich nierentransplantiert! Ich kann mir einfach nicht mehr vorstellen, dass wieder solch menschenverachtende Beschlüsse gefasst werden!

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      • 5 months ago

      Bin selbst Hämodialysepatient

      / Heimdialyse

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