Heiner Reimann, ver.di – Bezirk Frankfurt am Main und Region

Heiner Reimann, ver.di – Bezirk Frankfurt am Main und Region

Bad Hersfeld, Germany

Wir, das sind alle Kolleginnen und Kollegen, die bei Amazon in Bad Hersfeld arbeiten und sich in ver.di organisieren. Zentral für die Entscheidungen, ist das Treffen der “Aktiven”, das immer am ersten Donnerstag im Monat stattfindet. Es gibt also nicht irgendwelche Menschen, die von außerhalb kommen und den Beschäftigten bei Amazon sagen, was sie fordern sollen. ver.di ist somit nicht irgendetwas von außen, sondern ver.di sind die Kollegen im Betrieb, die sich das Ziel gesetzt haben, ihre Arbeitssituation zu verbessern. Wer mit Zielen nicht einverstanden ist oder Forderungen vermisst, der sollte deshalb nicht zu Hause oder in der Pause jammern, sondern diese Dinge aktiv bei unseren Treffen einbringen. Denn dadurch, dass wir uns austauschen und miteinander diskutieren, können wir konkrete Probleme benennen und Wege finden wie wir sie lösen. Das wollen wir ändern: Befristete Verträge: Noch nicht einmal ein Drittel der über 4.600 Kollegen in Bad Hersfeld hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Im Werk FRA3 arbeiten sogar über 80% mit befristeten Verträgen. Das eigene Leben ist so kaum planbar. „Wie lange habe ich noch Arbeit? Kann ich mir Kinderhaben leisten? Wie komme ich an einen Kredit?“ Das sind Fragen, die für befristet Beschäftigte kaum zu beantworten sind. Wir fordern deshalb klare Zusagen für die Übernahme von Mitarbeitern und Übernahme-Kriterien, die für jeden nachvollziehbar sind. Außerhalb der jahreszeitlichen Stoßzeiten müssen befristet Beschäftigte die Ausnahme sein und nicht -wie jetzt- die Regel. Geringer Lohn: Auch wenn Amazon gerne sagt, dass man bei ihnen vergleichsweise gut verdient, der Vergleich hinkt. Bei allen Versandhändlern, die nach Tarif zahlen, gibt es wesentlich mehr. Und natürlich gibt es immer Unternehmen in anderen Branchen die weniger verdienen. Aber dann vergleicht man eben Äpfel mit Birnen. Oder wie in diesem Fall Packet-Dienste mit Versandhändlern. Wir kämpfen für die Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Versandhandels. So wird verhindert, dass sich Unternehmen durch niedrige Löhne im Wettbewerb besser stellen. Leistung lohnt sich nicht: Es gibt zwar eine Leistungsprämie, das „PRP“, aber die errechnet sich nur für den gesamten Betrieb und hängt von vielen Faktoren ab, die der Einzelne kaum beeinflussen kann. So können sich auch nur die Wenigsten daran erinnern, dass es irgendwann mal eine ordentliche Prämie gab. Und während Tarifverträge honorieren, wenn Kollegen mehr Verantwortung übernehmen oder durch längere Betriebszugehörigkeit Erfahrung und Routine einbringen, zahlt sich das bei Amazon nicht aus. Und wer Vorschläge für Verbesserungen macht bekommt ein T-Shirt, wo es in anderen Unternehmen bares Geld geben würde. Leistungsdruck: In vielen Abteilungen wird den Kollegen ständig gesagt, dass sie mit ihre Stückzahlen unter dem Abteilungsschnitt liegen. Auch wenn jedem der logisch denkt, klar sein muss, dass es immer Kollegen geben wird, die unter dem Durchschnitt liegen.

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