Kein Beton am Stein! Gegen den Bau der modernen Aussichtsplattform am Stein
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Verein Stein-Wein-Pfad, Würzburg

Kein Beton am Stein! Gegen den Bau der modernen Aussichtsplattform am Stein

    1. Petition by

      Christopher Franz

      Würzburg, Germany

HINWEIS: Bitte beachten Sie auch die Neuigkeiten-Meldungen am Ende dieser Seite. Wir versuchen Sie dort auf dem Laufenden zu halten.

Das Projekt

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und der fränkische Weinbauverband haben zu Marketingzwecken zwölf Weinlagen zu „magischen Orten des Frankenweins“ erklärt. Der Würzburger Steinberg soll auch dazu gehören.

Deshalb soll am oberen Ende der Rotkreuzsteige über dem Weingut Knoll eine „futuristische“ Aussichtsplattform aus Sichtbeton entstehen. Verantwortlich für dieses Projekt ist der Verein Stein-Wein-Pfad, bestehend aus den Weingütern Juliusspital, Hofkeller, Bürgerspital, Knoll und Reiss, der Stadt Würzburg, dem Eigenbetrieb Congress-Tourismus-Wirtschaft und dem Main-Franken-Kreis.

Der Entwurf der geplanten Aussichtsplattform wurde im Zuge eines Wettbewerbs für junge Architekten gefunden. Finanziell unterstützt wurde dieser durch den Architekten- und Ingenieurverein Würzburg mit seinem Vorsitzenden, dem Würzburger Stadtbaurat. Mit der Realisierung soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Kritik

Der Würzburger Stein, eine der bekanntesten Weinlagen Deutschlands, ist trotz oder gerade wegen seiner jahrhundertelangen intensiven Bewirtschaftung eines der stadtbildprägenden Elemente der Würzburger Stadtlandschaft. Deshalb sollte bei jeder Veränderung größte Sorgfalt geboten sein und die Wirkung auf die gesamte Stadt bedacht werden.

Leider wurde dieser Tatsache in der jüngsten Vergangenheit – Erweiterung der Steinburg – wenig Respekt gezollt. Dieser Umstand, wie auch die Visualisierungen der geplanten Aussichtsplattform, lassen Schlimmes für das Erscheinungsbild des Steinbergs erwarten.

Der Entwurf würde sich in seiner Form wenig harmonisch in die Landschaft einfügen, vielmehr ragt er wie ein Stachel aus dem Weinberg heraus und scheint über ihm zu schweben. Die geplante Ausführung in Beton würde die Materialität der bisherigen Bauwerke am Stein negieren und immer ein Fremdkörper bleiben.

Letztendlich erschließt sich die Notwendigkeit des Baus einer Plattform auf dem Steinberg nicht, hat man doch von nahezu jedem Punkt im Stein schon jetzt einen herrlichen Blick auf die Stadt. Der Blick von der Stadt auf den Steinberg hingegen würde entzaubert werden und bleibenden, nicht wieder gut zu machenden Schaden nehmen.

Recent signatures

    News

    1. Neue Pläne, alte Fehler, weiterhin Protest!

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      In der Sitzung der Würzburger „Kommission für Stadtbild und Architektur“ am 5.7.2013 wurden unter dem Tagesordnungspunkt 5, „Schweben über Reben“, die geänderten Pläne für die vom Verein Stein-Wein-Pfad Würzburg projektierte Aussichtsplattform am Stein vorgestellt. Das Gremium war geteilter Meinung.
      Es bleibt zwar festzuhalten, dass die Bereitschaft des Vereins zur Überarbeitung ihres Entwurfs (leichte Verschiebung des Objekts um wenige Meter nach Westen; Entfernung der westlichen Wand) und die freiwillige Vorstellung in der Kommission löblich sind, am Grundproblem der Planung jedoch nichts ändern. Es ist einfach der falsche Ort für die Errichtung eines Bauwerks!
      Überrascht hat jedoch die Tatsache, dass die Mitglieder der Kommission für „Stadtbild“ – weder die Fachleute, noch die Vertreter des Stadtrates – nicht nach der Einbindung der Plattform in das Stadtbild gefragt oder auf diesbezügliche Risiken hingewiesen haben. Manche wussten wohl nicht, wo die Plattform gebaut werden soll.

    2. Bürger-Ortstermin am Samstag, 20.10.12, am Ort der geplanten Plattform

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Hiermit möchten wir auf den Bürger-Ortstermin, veranstaltet vom Verein Stein-Wein-Pfad, am morgigen Samstag von 12–16 Uhr hinweisen, gleichzeitig aber auch die kurzfristige Bekanntmachung des Termins in der Presse einen(!) Tag vor der Veranstaltung kritisieren.

      Die Main-Post schreibt: „Wie Vorsitzender Horst Kolesch mitteilt, können die Besucher am Samstag Details über Größe, Form und Materialien der Plattform, das Gelände und weiteres zum Thema Wein und Tourismus erfahren. Kolesch: „Vor allem möchten wir die unumstrittenen Vorzüge des Standortes und die Argumente für die Architektur-Skulptur des Kasseler Architekten Fabian Rügemer an diesem magischen Ort vermitteln.“
      Die Info-Veranstaltung (…) findet von 12 bis 16 Uhr am geplanten Standort des Aussichtsplateaus am oberen Ende der Rotkreuzsteige, direkt am Bismarckwäldchen statt – zu erreichen über die Oberdürrbacher Straße oder den Oberen Steinbergweg.“

      Wir erhoffen uns eine rege und kritische Teilnahme an der Veranstaltung

    3. Reached 1,000 signatures
    4. Informationsveranstaltung am Montag, 1.10.12, Franz-Oberthür-Schule, Wü

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Hiermit möchten wir auf die Informationsveranstaltung des Architekten- und Ingenieurvereins Würzburg (AIV) und des Vereins Stein-Wein-Pfad zu den Planungen einer Aussichtsplattform am Steinberg am kommenden Montag, den 1.Oktober 2012, um 18.00 Uhr in der Aula der Franz-Oberthür-Schule, Zwerchgraben 2, Würzburg aufmerksam machen.

      Eine rege Beteiligung der Bürgerschaft, es scheint auch die Möglichkeit zur Diskussion gegeben zu sein, ist absolut wünschenswert.

      Teilnehmer (laut Pressemitteilung des AIV):
      Herr Prof. Christian Baumgart wird als Vorsitzender des AIV durch die Veranstaltung führen.
      Herr Horst Kolesch wird als Vorsitzender den Verein und seine Maßnahmen kurz vorstellen.
      Herr Dr. Hermann Kolesch, Vizepräsident der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, wird das Konzept „Terroir f - die magischen Orte des fränkischen Weines“ erläutern.
      Herr Prof. Gerhard Hemmerlein, Vorsitzender des Preisgerichts wird den Wettbewerb und das Wettbewerbsergebnis zu präsentieren.

    5. Fundstück: Zwei Zitate

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Zwei erhellende Zitate im Zusammenhang mit dem Projekt der „12 magischen Orte des Frankenweins“:

      Bei der Eröffnung des ersten „magischen Ortes“, einem instandgesetzten Bruchstein-Turm aus den 1970er Jahren auf dem Schwanberg bei Iphofen, meinte ein örtlicher Winzer gegenüber der Kitzinger-Zeitung (Online-Ausgabe vom 9.8.2012), dass „der Bestand mit Feingefühl aufgewertet wurde“ und fährt fort: „Es wurden nur passende Materialen verwendet, nichts Künstliches in die Landschaft gepflanzt." Dies sei auch „das Anliegen des Konzeptes "Terroir f"“. Warum soll das nicht auch in Würzburg möglich sein?

      Thomas Wirth, Landschaftsarchitekt und verantwortlich für die Planungen an der Vogelsburg, sagte gegenüber der Main-Post (Online-Ausgabe Kitzingen vom 22.5.2012), dass nach Fertigstellung der „12 magischen Orte“ „eine massive Vermarktungswelle anrollen wird“. Schon jetzt wäre es wünschenswert, eine Aussage von den Verantwortlichen zu künftigem Marketingkonzept und Folgemaßnahmen zu erhalten.

    6. Reached 750 signatures
    7. Bilddokumentation über die Aussichtspunkte am Stein

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Um allen Interessierten zu zeigen, welch hervorragende Aussichtsmöglichkeiten und –punkte schon heute am Stein gegeben sind, haben wir dazu eine Bilddokumentation zusammengestellt.

      Diese kann auf der Internetseite des „Arbeitskreises Studierende für Denkmalschutz“, dem wir für die Zusammenarbeit herzlich danken möchten, sowohl angesehen wie auch als pdf-Dokument kostenlos heruntergeladen werden.

      Hier der Link zu der Dokumentation:
      http://denkmalschutz-wuerzburg.de/index.php/Aktionen/Steinweinberg

    8. Reached 500 signatures
    9. Erste Reaktion bei Main-Post und Facebook

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Die Main-Post hat in ihrer Ausgabe vom 24.08. unter dem Titel „Protest formiert sich“ über die Petition berichtet. Mit Verwunderung nehme ich die dort genannte „Verwunderung der Initiatoren über die öffentliche Diskussion“ zur Kenntnis. Hier der Link zum Artikel: http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Protest-formiert-sich;art735,6986445

      Auf der Gruppenseite „Würzburg erleben“ auf Facebook finden sich eine vielfach kommentierte Diskussion zu dem Thema sowie ein Bild des Modells der Plattform aus der Stadtbildkommission vom 6. Juli, deren Mitglieder sich bisher dazu noch nicht geäußert haben. Derzeit spricht sich die Mehrheit der Kommentatoren auf Facebook gegen die Planungen aus. Es gibt aber auch Befürworter. Jedem gerne seine ehrliche Meinung. Leider überschreiten einige jedoch jegliche Grenzen einer zivilisierten Diskussion. Wer daran interessiert ist oder an der dort laufenden Abstimmung teilnehmen möchte, für den hier der Link:
      http://www.facebook.com/wuerzburg.erleben

    10. Reached 250 signatures
    11. Die Bürger sollen zahlen

      Christopher Franz
      Petition Organizer

      Zuerst wurde von den Initiatoren der Eindruck vermittelt, das Projekt würde privat finanziert. Die Main-Post (Ausgabe vom 21.8.) hat recherchiert und unter dem Titel „Kein reiner Wein am Stein“ Folgendes herausgefunden:

      Die geplanten Baukosten betragen 100.000 Euro (und wir alle wissen ja von dem Verhältnis zwischen projektierten und tatsächlichen Kosten bei öffentlichen bzw. halböffentlichen Projekten!). Man geht von einer 50-prozentigen Förderung des Projekts durch den Freistaat Bayern aus. D.h. 50.000 Euro Steuergelder!
      Die restlichen Kosten trägt der Verein Stein-Wein-Pfad, an dem die Stadt Würzburg durch ihren Eigenbetrieb CTW zu 45 Prozent beteiligt ist. Somit entfallen weitere 22.500 Euro auf die Stadtkasse.

      Folglich sollen wir alle, nicht nur die Würzburger, mit unserem Geld fast 75 Prozent der Baukosten übernehmen. Ich finde es ist kein feiner Zug, dass dies nicht offen kommuniziert wurde, und ein weiterer Grund das Projekt abzulehnen.

      Herzliche Grüße

    12. Reached 25 signatures

    Supporters

    Reasons for signing

      • 29 days ago

      Würzburg soll schön bleiben und nicht mit Beton verbaut werden.Historisches MUß erhalten bleiben.

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    • Erika Poppke GERMANY
      • about 1 month ago

      Weil ich meine, es ist einfach hässlich!

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      • about 1 year ago

      Man hat von dort oben überall eine wunderschöne Aussicht über die Stadt. Auch von der Stadt aus hatte man einen schönen Blick auf die romantische Steinburg, die sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Leider regierte schon beim Beschluss zur Erweiterung der Steinburg anscheinend nur das Geld. Denn das ist ein hässlicher Klotz geworden, der keineswegs passt. Soll jetzt weiter die Aussicht in dieser Weise verschandelt werden? Nein!

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      • over 1 year ago

      Als ich kürzlich zum ersten Mal Würzburg besuchte, trübten leider schon einige architektonische Fehlgriffe den Gesamteindruck und mit dieser unnötigen Plattform würde sich meines Erachtens eine weitere dazugesellen. Die Verantwortlichen sollten sich bewusst sein dass für "uns Touristen" ein schönes, homogenes Stadtbild absolute Pflicht ist! Beste Grüße aus Südtirol

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    • Georg Herrmann GERMANY
      • over 1 year ago

      Die Verschandelung am Stein ist durch den "Erweiterungsbau" der Steinburg schon schlimm genug, jetzt auch noch eine Plattform im Weinberg wäre eine Katastorophe. Am Bismark-Denkmal hat man einen wunderschönen Blick a.d.Stadt, das sollte reichen.

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